Düsseldorf – Treffpunkt vor DGB-Haus (Nähe Hbf)
An diesem Wochenende haben sicherlich 100.000 Menschen in der Bundesrepublik gegen Rassismus, für die Erhaltung der demokratischen Rechte, für Meinungsfreiheit und gesellschaftliche Vielfalt demonstriert. Wie Teilnehmer der Düsseldorfer Demonstration berichten, waren es bestimmt an die 20.000 Menschen. Die Stimmung sei entschlossen gewesen, sich entschieden gegen den Ansturm der Ultrarechten zu wehren und die Forderung eines Verbots der AfD zu untersützen. Auslöser der Aktionen im ganzen Land war der erdrutschartige Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt am 6. September. Die etablierten Parteien, vor allem die CDU, erlitten zum Teil erhebliche Verluste. In deren Parteizentralen wird gezittert, ähnlich könnte sich in Mecklenburg-Vorpommern und vor allem in Berlin fortsetzen. Solche Besorgnisse sind nicht unberechtigt.
Bestimmt ist in klugen Köpfen, am ehesten bei der SPD (?), durchaus die Meinung vorhanden, bei der übermassenhaften AfD-Wahl könnte es sich um Wut und Proteste gegen die Politik in Berlin und wo auch immer handeln. Aber das führt nicht zu irgendwelchen Konsequenzen. Offensichtlich wenden sich immer mehr Menschen dieser Politik ab und erwarten überhaupt nichts mehr Gutes aus der Reihen der führenden Politikerriege. Es wird ja hautnah die Zerstörung des Sozialstaats erlebt, die Lebenshaltungskosten laufen stündlich davon, die Mieten sind mittlerweile fast unbezahlbar. Kurz – auf der ganzen Linie sind die Ursachen dieser Wahl-Entwicklung auszumachen. Regierungspolitiker verkünden jedoch ständig, es läge an der ungenügenden Kommunikation. Für wie doof hält man das Wahlvolk?
Wir bedauern, dass der berechtigte Protest sich zu wenig in Zustimmung für Links umsetzt. Ebenso ist zu bedauern, dass die Erkenntnis, dass das neoliberale System der Marktwirtschaft an ein Ende seiner Möglichkeiten gestoßen ist und Neues, linke, sozialistische, alternative Ideen zum Zug kommen müssten. Leider machen die Medien die Menschen für Alternativen taub und unerreichbar, statt dessen wird unablässig ein Russenhass entfacht und die Gesellschaft nur noch auf Kriegstüchtigkeit getrimmt.
Wir unterstützen alle diese Aktionen für Erhalt unserer demokratischen Rechte und Freiheiten des Grundgesetzes und gegen Rassismus jeder Art. In diesem Sinnen gilt es den gemeinsamen Nenner zu finden, um zu Massenaktionen gegen Rechts zu kommen um gemeinsam damit die Ultrarechten zurückzudrängen. Die vielfältigen Aktionen machen Mut, weiterhin widerständig zu sein.


Termine:
Lesung „Peter Gingold: Paris – Boulevard St. Martin No. 11“. Peters Tochter und der Enkel Juri lesen aus seinem Buch. Darin schildert er sein Wirken in der Resistance und Erlebnisse aus den Jahren in der Bundesrepublik. Peter Gingold, jüdischer Kommunist, war wiederholt in Solingen. Unvergessen ist sein Auftritt in Solingen nach dem Brandanschlag 1993.
Stadtführung zur Familie Coppel am Freitag, den 25. September 14 Uhr am Jüdischen Friedhof Estherweg.
Die VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten) und die VVN-BdA Bochum begehen mit Freunden das 80jährige Bestehen der Organisation. Am Samstag, den 26. September in der KO-Fabrik Quartierhalle in Bochum, 15 Uhr. Es spricht Dr. Ulrich Schneider, Präsident der FIR, das ist die Internationale der Widerstandsleute. Es wird ein vielfältiges Programm mit Kabarett, Liedermachern und der Politrock- und Folkband Grenzgänger geben. Solibeitrag für Eintritt 10,–.
Samstag, den 26. September Demo „Sozialprotest“ in Essen.
Samstag, den 3. Oktober: Friedensdemonstrationen in Berlin und Stuttgart
Samstag, den 10. Okober. Demonstration gegen den Sozialen Kahlschlag.in Solingen


























































































































































































































































































































