Gegen den Kahlschlag im Gesundheitswesen, bei Rente, Jugend- und Kinderhilfte hat sich eine Gruppe zusammengefunden, die aktiv sein will. Es sind Aktive aus Sozialverbänden, politischen Partei und sonst Interessierte. Das zweite Treffen fand im Büro des Betriebsrates Klinikum zusammen. TeilnehmerInnen umrissen schon mal die Themen und fanden auch eine Losung, unter der am 10. Oktober eine große öffentliche Widerstandsaktion stattinden wird: „Sozial – solidarisch – Solingen„.
Schüsse in Ohligs gestern setzten Polizei und Hilfskräfte in Alarm, Anwohner gerieten außer Atem und die Sache wurden im Flug zum Stadtgespräch. Wie berichtet, wurden an zwei Stellen im Stadtteil Schüsse abgegeben. Ort: Es muss sich um einem italienischen Supermarkt handeln. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Wir berichten weiter.
Bleiben wir aktuell: Die heutigen Berichte lesen sich wie was aus dem Wilden Westen. Ein Schwerverletzter, Besitzer des Supermarktes. Alle wünschen ihm, dass der bald wieder auf die Beine kommt. Wir auch. Nebenan, die Alaska-Bar, Besitzer auch er. Dort auch Schüsse, die den Rollladen durchlöcherten. Wie, was, von wem, bleibt vorerst noch im Dunkeln. So richtig faktensicher scheint nur die Aussage einer Rentnerin zu sein, die in die Düsseldorfer Straße einbog, als ihr ein Mann mit einer Pistole entgegenstürmte und dabei noch in die Luft schoß. Beherzt, die Szene überblickend, schwang die Rentnerin ihren Stock und schlug ihm auf den Arm unter Ausstoßen von Schimpfwörtern. Alles regt zum Schmunzeln an, ist aber ernst. All das ist für die Kräfte ein gefundenes Fressen, die hartes Durchgreifen wollen und das auch auf dem Stimmzettel zum Ausdruck bringen. Gerne geben wir zum Abschluß wieder, was eine Solingerin dem Tageblatt anvertraute: „Diese Stadt ist nichts für schwache Nerven“. (Zitalwiedergabe TB 30.7.26).
Ein Brand in einem Haus am Werwolf alarmierte. Es brannte fast vollständig aus. Wir greifen die dramatische Geschichte dieses Hauses auf und geben wieder, was das Max-Leven-Zentrum informiert: Hier baute die jüdische Familie Marcus 1924 ein Haus. Sie betrieben eine Kinderarztpraxis. Frau Marcus wuchs in Prag auf. Sie war Mitglied der „Liga für Menschenrechte“, der auch Albert Einstein angehörte. 1936 wurde Walter Marcus von den Nazis die Kassenzulassung entzogen und er verlor auch seine Arztzulassung. Nach der Progromnacht wurde er verhaftet und nach Dachau deportiert. Freigelassen musste er binnen kürzer Zeit Nazideutschland verlassen. Die Tochter Eva schrieb später an das Tageblatt, sie wolle sich nicht mehr mit der Sache befassen. Sie schrieb: „Es ist sehr schlimm, wenn Menschen, die man kannte, sich in eine wilde, unbeherrschte, irrsinige Horde wandeln, der man nichts sagen kann und die mit Wut alles zerstört und verbrennt“.
Die letzte Mitgliederversammlung befasste sich dem Kahlschlag im Gesundheitswesen. Mittlerweile hat sich zum Widerstand ein Bündnis gebildet, das für Oktober eine Widerstandsaktion vorbereitet. Wir berichteten. Ferner wurde informiert über die Kanditatur der DKP zur Landtagswahl 2027. Hierzu gab es keine unterstützende Meinungen; vielmehr sollten eher in dieser dramatisch-bedrohlichen Zeit nach Bündnissen und Kräftebündelungen gesucht werden. Da sei gegenwärtig eine Eigenkandidatur nicht hilfreich. Ein Redner brachte seinen Unmut zum Ausdruck über die Sanktionsmaßnahmen des Parteivorstands gegenüber den „Marxistischen Blätter“ und stellte seine weitere Unterstüzung des PV damit in Verbindung. Er habe die UZ ab- und dafür die „Blätter“ bestellt.
















































































































































































































































































































