Aktionen der Friedensbewegung „Die Waffen nieder“

Das Neue Friedensforum Solingen ruft auf zur Teilnahme an der Kundgebung und Demo des Kölner Friedensforums am Samstag 1. Oktober 2022, 12 Uhr, Heumarkt, Köln, im Rahmen des bundesweiten Aktionstages der Friedensbewegung

Kundgebung und Demo: Sa., 1. Oktober 2022, 12 Uhr, Heumarkt, Köln

Bisherige Redner (Stand 23.September):

  • Joachim Schramm, DFG VK NRW
  • Ulrich Frey, langjähriger Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), Mitorganisator der Friedensdemonstration 1981 im Bonner Hofgarten, aktiv in der Friedensarbeit u.a. der Evangelischen Kirche im Rheinland. 
  • Rene Röspel, ehm. MdB der SPD, Mitunterzeichner des Aufrufs „Die Waffen müssen schweigen“
  • Bündnis „Jugend gegen Krieg“, NN

Zu unserem Aufruf informieren wir am Donnerstag 29.09.2022, von 10 – 13 Uhr an einem Infostand vor dem Hofgarten am Neumarkt in Solingen. Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Unterstützerinnen und Interessentinnen vorbeikommen würden.

Wir veröffentlichen aus diesem Anlass ein Kommentar von Leo Mayer aus München, der so titelt: „Keine Angst, Kriegsgegner und Pazifist zu sein“. Aus „Kommunisten.de“.

Auch in Solingen wird gegen den Krieg mobilisiert.

Die Waffen nieder – Waffenstillstand jetzt
Neues Friedensforum Solingen gegründet

Am gestrigen Abend haben mehr als 40 Solinger und Solingerinnen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen im Naturfreundehaus Holzerbachtal das „Neue Friedensforum Solingen“ gegründet.

Einmütig wurde festgestellt,
dass der Angriffskrieg von Wladimir Putin und die Invasion russischer Truppen eine eklatante Verletzung des Völkerrechts darstellt und es keine Rechtfertigung dafür gibt.
Dass die schon lange vorher eingeleitete weltweite Aufrüstung und Militarisierung abgelehnt und bekämpft werden soll.
ein Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine möglich wäre, wenn auf allen Seiten der Wille dazu bestände.

Das „Neue Friedensforum Solingen“ fordert von der Bundesregierung:
– sich für einen Waffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine einzusetzen
-alle Mittel auszuschöpfen, um eine Eskalation in einen Atomkrieg zu verhindern
-weiterhin für Gespräche offen zu bleiben und sich für den Einsatz von Mediatorinnen stark zu machen die diplomatischen Möglichkeiten im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zu nutzen sich für eine Konferenz über die künftige Sicherheitsarchitektur Europas starkzumachen auf eskalierende Reaktionen und eine demütigende Rhetorik zu verzichten sich für die Aufrechterhaltung des zivilgesellschaftlichen und kulturellen – – Austausches mit Russland einzusetzen Kriegsdienstverweigerinnen und Deserteur*innen aus Russland, der Ukraine und Belarus einen Aufenthaltsstatus zu gewähren
-das 100 Mrd. Euro-Aufrüstungsprogramm für die Bundeswehr zurückzunehmen und das Geld stattdessen für eine beschleunigte Energiewende und eine sozial-ökologische Transformation zu verwenden.

Für die Erreichung unserer Ziele suchen wir weitere Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind,
das Neue Friedensforum in Solingen verantwortlich mit zu gestalten. Es wurde ein Koordinierungskreis gebildet, der in Kürze Aktionen und Projekte vorschlagen wird, um die Ziele des Friedensforums umzusetzen.
Hier steht aktuell die Beteiligung am bundesweiten dezentralen Aktionstag zum 1. Oktober an, zu dem der Bundesausschuss Friedensratschlag aufgerufen hat.

Der Koordinationskreis, welcher als Personenbündnis bewusst ohne politische Parteien begründet wurde, soll um Aktive aus dem Spektrum der christlichen und gewerkschaftlichen Friedensarbeit erweitert werden.

Für den Koordinationskreis:
Jürgen Beu, Günther Bischoff, Nico Bischoff, Emma Bortmann, Dietmar Gaida, Holger Kahle, Frank Knoche, Sara Krämer, Heinz Voigt

Solingen, 6. September 2022

Das 21. Pressefest der UZ – Zeitung der DKP

Das traditionelle Pressefest der Zeitung der DKP, der UZ – Unsere Zeit, fand nicht am schon gewohnten Ort, in Dortmund, sondern in Berlin statt. Mehr als zehntausend kamen – nicht nur zum Feiern, sondern um sich zu treffen und zu verständigen, um zu diskutieren und auch um die Meinung der Kommunistinnen und Kommunisten dieses Landes kennen zu lernen.

Das alles wurde reichlich geboten. An Ständen, in Veranstaltungen, auf den Kulturbühnen. Viele ZuhörerInnen trafen sich zur Hauptveranstaltung, dem Friedensmeeting am Samstag Nachmittag auf der Hauptbühne. Die soziale Katastrophe, der die arbeitenden Menschen zur Zeit ausgesetzt sind, dazu sprach der Vorsitzende der DKP, Patrik Köbele. Er rief zu Protesten und zur Solidartät auf. Weiter sprachen Sevim Dagdelen, Bundestagsabgeordnete der Linkspartei. Auch sie: „Wir brauchen gemeinsame Demonstrationen gegen einen kalten Winter, gegen Hungern, gegen Frieren und gegen den Wirtschaftskrieg gegen Russland“. Anne Rieger sprach ein Grußwort für den Friedensratschlag. „Wir sagen nein zu den Waffenlieferungen in die Ukraine und Nein zu Wirtschaftsblockaden…. Wir fordern die Öffnung von Nord-Stream 2 zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger“.

Großes Interesse erfuhr Egon Krenz, der letzte Vorsitzende der Staatsrates der DDR mit der Lesung aus seinem aktuellen Buch.

Viele Besucherinnen und Besucher waren beeindruckt vom vielfältigen Angebot an Informationen, an Kultur, an Kulinarischem. Wer wollte fand ein reichliches Angebot Verkaufsstände an Bekleidung, an Büchern, CDs, Grafiken usw. Unsere Bilder sind ein kleiner Ausschnitt aus dem Geschehen auf dem 21. Pressefest der UZ in Berlin.

Gasumlage ist ein Skandal!

Pressemitteilung der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP)

Zur geplanten Einführung einer zusätzlichen Umlage auf die Gaspreise erklärt Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP:

„Weg mit den Sanktionen. Stoppt die Pläne für noch höhere Gaspreise durch eine Umlage, die nur den Konzernen nützt.

Die Bundesregierung plant eine zusätzliche Umlage auf die bereits horrend gestiegenen Preise. Damit sollen unter anderem die Milliarden, die der Konzern Uniper erhält, finanziert werden.

Patrik Köbele beim 21. UZ-Pressefest in Berlin auf der Hauptbühne

Dabei verdienen heute Konzerne an den gestiegenen Gaspreise, indem sie Gas, das nach alten Verträgen günstig bezogen wird, teuer nach Polen weiterverkaufen und damit hier das Gas verknappen, um wiederum an der Preisschraube zu drehen.

Wie immer zahlen Arbeiter, Angestellte, Arbeitslose, Rentnerinnen und Rentner, Studentinnen und Studenten die Zeche der Konzerne und ihrer Regierung. Robert Habeck, olivgrüner Wirtschaftsminister wird zitiert: „Es wird Härten geben und die Härten werden getragen werden müssen.“ Ehrlicher wäre gewesen, er hätte gesagt: „Ihr zahlt die Zeche für unsere Sanktions- und Kriegspolitik.“

Die DKP sagt Sanktionen stoppen keine Kriege, sie eskalieren – deswegen fordern wir ein Ende der Sanktionen. Wir fordern ein Einfrieren der Energiepreise auf dem Stand von Juni 2021, wir fordern die Inbetriebnahme von North Stream II anstatt des Imports von umweltschädigendem Frackinggas.“

Essen, 28. Juli 2022

Solingen 1993 – Niemals vergessen!

Zum 29. Jahrestag des Brandanschlags erinnern verschiedene Vereine, Organisationen und Initiativen mit einer Gedenkkundgebung der damals umgekommenen fünf Menschen.

Sonntag, den 29. Mai 11 Uhr an der Unteren Wernerstaße

Es gibt verschiedene Redebeiträge und Musik:

Hasan Sevinc, Türkischer Volksverein Solingen,Sel. Göktürk, Alevitische Gemeinden NRW, Kutlu Yurtseven, Platz für Alle/Köln, Frank Knoche für den Solinger Appell., T. Wegner-Gesellschaft.

Musik von Uli Klan und Asli Dila Kaya

Zum „öffentlichen Gedenken“ laden die Stadt Solingen, das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage und die Familie Genc ein für

Sonntag, den 29. Mai 18 Uhr ans Mahnmal vor dem Mildred-Scheel-Berufskolleg.

Es spricht der Oberbürgermeister, die Generalkonsulin der Türkischen Republik, die Superintendentin Dr. Ilka Werner und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen in Solingen. Es folgen Vorträge von Jugendlichen, ein Gebet und eine Koranrezitationen.

Ostermarsch 2022

Treffpunkt: Ostersamstag 14 Uhr vor dem DGB-Haus in Düsseldorf

  • 14:30 Uhr Begrüßung durch Peter Bürger, Theologe und Publizist/PAX Christi und
    Felix Oekentorp, Ostermarsch RheinRuhr/Sprecher der DFG-VK-NRW
  • 14:45 Uhr marschieren wir los durch die Innenstadt Düsseldorf
  • 16:00 Uhr beginnt die Abschlussveranstaltung auf der Wiese der Reuterkaserne.

Es werden sprechen:

  • Joachim Schramm, Ostermarsch RheinRuhr
  • Michael Schulze von Glaser, Bundessprecher der DFG-VK
  • Martin Körbel-Landwehr, BR Vorsitzender der UNI-Kliniken Düsseldorf
  • Detlef Peikert, VVN-BDA Aachen, macht die Moderation
  • und der „Wilde Weizen“ spielt uns auf.


Ostermarsch RheinRuhr ViSdP Irène Lang, irenelang@t-online.de
Düsseldorfer Friedensforum und DFG-VK D. Spenden IBAN: DE25 3005 0110 1004 8173 32

Presseinformation
Ostermarsch Rhein/Ruhr 2022:
„Ukraine-Krieg beenden! Eskalationsspirale durchbrechen – Atom- und Hochrüstung stoppen – Klima schützen!“

12. April 2022 Der Protest gegen den Krieg in der Ukraine steht im Mittelpunkt des diesjährigen Ostermarsches Rhein Ruhr. Mehrere tausend Tote und Verletzte, Millionen Flüchtlinge, zerstörte Dörfer und Städte: das ist die bisherige Bilanz dieses grausam geführten Krieges. Daher lautet die Forderung der Friedensbewegung: Den Ukraine-Krieg beenden, so schnell wie möglich! Verhandeln statt schießen ist dazu der richtige Weg. Dafür wollen Friedensaktivist:innen an Rhein und Ruhr in diesem Jahr zu Ostern auf die Straße gehen. Die von der Bundesregierung geplante Aufrüstung der Bundeswehr, das 100 Mrd. Sondervermögen und die Erhöhung des Militärhaushaltes auf 2% der Wirtschaftsleistung lehnen die Ostermarschierer:innen als Schritt in die falsche Richtung ab. Nein zum Krieg, nein zu weiterer Eskalation, für Verhandlungen über eine diplomatische Lösung: Dafür wollen die Ostermarschierer:innen in mehreren Städten an Rhein und Ruhr protestieren.
Das Ostermarschkomitee Rhein-Ruhr verurteilt den Überfall der russischen Armee auf die Ukraine, der nicht zu rechtfertigen ist. Der Verlauf des Krieges bestätigt die Friedensbewegung in ihren Warnungen vor den schrecklichen Folgen eines Militäreinsatzes in Europa. Nun gilt es, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden, um weitere Opfer zu vermeiden. Weitere Waffenlieferungen an die Ukraine verlängern den Krieg und damit das Leid der betroffenen Menschen. Außerdem erhöhen sie die Gefahr der Ausweitung des Krieges. Es bedarf stärker als bisher der gemeinsamen Anstrengung von EU- und NATO-Staaten, auf die Konfliktparteien einzuwirken, um zügig zu einem Waffenstillstand und zu ernsthaften Verhandlungen über eine diplomatische Lösung zu kommen. Der Ukraine-Krieg hat einen langen Vorlauf, bei dem alle in die Eskalation verwickelten Seiten schwerwiegende Fehlern gemacht haben. Eine Analyse dieser Fehler muss nach Beendigung der Kämpfe erfolgen, um eine diplomatische Lösung zu ermöglichen. Die politisch Verantwortlichen haben in den letzten Jahrzehnten das Konzept der Gemeinsamen Sicherheit nicht verfolgt, zu dem sie sich im Vertrag zur deutschen Einheit von 1990 verpflichtet hatten. Die Visionen Gorbatschows vom gemeinsamen Haus Europas und Willy Brandts Grundsatz, dass die eigene Sicherheit untrennbar mit der Sicherheit des Gegners verbunden ist, bleiben notwendige Richtschnur. Mit einem „Sondervermögen“ von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr und der Zusage, in den kommenden Jahren künftig jährlich mehr als 2 % für Rüstung ausgeben zu wollen, zieht die Bundesregierung die falschen Konsequenzen aus der aktuellen Situation. Sie plant sogar, Aufrüstung zum Auftrag des Grundgesetzes zu erheben. Die NATO-Staaten vereinen schon jetzt mehr als 50% der weltweiten Rüstungsausgaben auf sich. Eine weitere Aufrüstung schafft keine Sicherheit sondern im Gegenteil neue Kriegsgefahr. Die schon jetzt vorhandene Anhäufung von Waffen in den NATO-Staaten hat Russland nicht vom Angriff auf die Ukraine abgeschreckt. 
Die Absicht der Bundesregierung, ein Rüstungsexport-Kontrollgesetz zu schaffen und die Bereitschaft, als Beobachter an der Konferenz zum Atomwaffenverbots-Vertrag teilzunehmen, sind dagegen Schritte in die richtige Richtung. Der Konferenz-Beobachtung muss aber die Unterschrift des Vertrages, der Abzug der in Büchel gelagerten Atombomben und der Verzicht auf den Kauf atomwaffenfähiger Bomber folgen.
Die Chancen, den Klimawandel abzumildern, werden durch Kriege und Aufrüstung geringer.  Auch die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Politisches Umdenken ist das Gebot der Stunde, Unsummen für Panzer, Kampfdrohnen und Bomber für den Atomkrieg sind verlorenes Geld, das beim dringend notwendigen sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft fehlt.
Mit dem Ostermarsch treten wir mit allen demokratischen, sozialen, ökologischen und antirassistischen Bewegungen für eine friedenspolitische Wende ein. Ukraine-Krieg beenden! Eskalationsspirale durchbrechen – Atom- und Hochrüstung stoppen – Klima schützen!“ so lautet das Motto der Ostermarschierer:innen bei ihrer dreitägigen Friedensaktion an Rhein und Ruhr. Bekannte Persönlichkeiten aus der Region wie die Landtagsabgeordneten der SPD Anja Butschkau und Serdar Yüksel, der Stadtverbands-Vorsitzenden des DGB Essen, Dieter Hillebrandt, die Geschäftsführerin der GEW Köln, Eva-Maria Zimmermann oder die Bundestagsabgeordneten der LINKEN , Kathrin Vogler und Sevim Dagdelen rufen als Erstunterzeichner:innen zum Ostermarsch auf.

Der Ostermarsch Rhein/Ruhr verbindet seine lange Tradition mit dem aktuellen Protest gegen den Krieg in der Ukraine aber auch im Jemen oder in Mali. Er wird auch 2022 wieder an drei Tagen, von Ostersamstag, 16. April bis Ostermontag, 18. April mit verschiedenen Aktionen von Duisburg/Köln/Düsseldorf über Essen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum nach Dortmund führen. Wie im Vorjahr gibt es auch diesmal bereits am Karfreitag eine Auftaktveranstaltung an der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau.

Hier die aktuelle Erklärung der VVN/BdA Solingen, die wir unterstützen:

Treffen im Zeichen des Krieges

Die Kreismitgliederversammlung der DKP Solingen am vergangenen Sonntag stand ganz im Zeichen des Krieges der Truppen der Russischen Föderation gegen die Ukraine. Die Mitglieder verurteilten einhellig den Überfall und forderten in völliger Übereinstimmung mit den anderen Kräften der Friedensbewegung den sofortigen Stopp der Kampfhandlungen und den Rückzug der russischen Truppen. Angemerkt wurde aber auch, dass die NATO durch ihre Politik der Einkreisung Russlands und die Stationierung von Truppen an den Grenzen zu Russland und der Einrichtung eines Rakatenabwehrsystems in Polen zur jetztigen Lage beigetragen hat. Von Frieden und Entspannung war von Seiten der NATO nie die Rede. „Für Frieden war die NATO nie da, dafür ist sie nicht gegründet worden“, so in der Diskussion zum Bericht.

„Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit und nicht mit dem humanistischen Gehalt unserer Weltanschauung vereinbar. Wir sind und bleiben einen Antikriegspartei“. Das betonte der Sprecher der Partei zu Schluß der langen und ernsten Aussprache zum Thema Krieg.

Die Versammlung schloß sich der Erklärung der VVN/BdA Solingen zum russischen Krieg gegen die Ukraine an. Siehe unten.

Im Rechenschaftsbericht des bisherigen Vorstandes wurde darauf verwiesen, dass Mitglieder der DKP Solingen sich in wichtigen Fragen des Stadtgeschehens und der „Großen Politik“ engagiert und postioniert haben. „Die DKP ist Teil der Stadtgesellschaft. Kommunistinnen und Kommunisten werden sich immer einbringen, wenn es um den Kampf gegen Rechts“, die Klimakatastrophe, die sozialen Fragen, um Großes und Kleines der Kommunalpolitik geht. Aktuell geht die Debatte um eine Bergische Arena. Diese wird auch von der DKP Solingen abgelehnt. Unsere Zeitung „Klingenstadt“ sei ein Spiegelbild unserer Aktivitäten, betonte ein Sprecher weiter.

Die Versammlung wählte einen dreiköpfigen Sprecherkreis sowie andere Positionen, die das Parteiengesetz vorschreibt und den demokratischen Regeln entsprechen..

Im Anschluß an die Versammlung gingen die meisten der Anwesende zur Kundgebung der SPD Solingen vor dem Rathaus, nicht ohne ein Päckchen zu verteilender Erklärungen der VVN/BdA unter dem Arm. .

Die Waffen nieder – Nein zum Krieg!

Zum Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hier eine erste Reaktion der Mitglieder des Bundesausschusses Friedensratschlag Reiner Braun und Willi van Ooyen:

“Die Waffen nieder – nein zum Krieg

Wir verurteilen die militärische Aggression Russlands gegen die Ukraine. Für Krieg gibt es keine Rechtfertigung. Die Mitschuld des Westens besonders der USA und der NATO rechtfertigen keinesfalls diese militärische Aggression.

Die Bombardierungen müssen sofort gestoppt werden. Notwendig ist ein umfassender Waffenstillstand, der Rückzug aller Truppen und ein Zurück an den Verhandlungstisch.

Politische Reaktionen des Westens sollten auf die Wiederaufnahme von Gesprächen gerichtet sein, weiteren Hass und Konfrontation vermeiden und nicht die Bevölkerung Russlands treffen. Deswegen lehnen wir Sanktionen ab.

Es gibt keine militärische, sondern nur eine politische Lösung auf der Basis der Prinzipien der gemeinsamen Sicherheit.

Lasst uns gegen den Krieg, für eine Politik der gemeinsamen Sicherheit auf die Straße gehen. Es gibt keine Alternative zu Dialog und Kooperation – gerade jetzt.”

Die Erklärung der VVN/BdA steht hier:

Menschen schützen den Frieden!

Eindrucksvolles Gedenken

Mehr als 60 vorwiegend junge Menschen versammelten sich am Samstag, 19. Februar auf dem Neumarkt, um der Opfer der rassistischen Morde von Hanau zu gedenken. Auf Schildern, Transparenten und in Reden brachten sie unmißverständlich ihre Forderungen zum Ausdruck. Gedenken der Opfer, Ausdruck der tiefen Verbundenheit mit den Angehöringen – aber auch das Bekenntnis, immer und überall gegen Rassismus und Ausgrenzung aufzustehen.

Die Rednerinnen und Redner betonten ferner ihre Kritik an der mehr als schlampigen Arbeit der Behörden.Hingewiesen wurde auch auf die traurige Traditionslinie der politischen Morde, in die auch Solingen eingereiht ist. Ebenso erinnerten Redner auf die zwielichte Rolle des sogenannten Verfassungsschutzes.

Wirklich würdig und eindrucksvoll gestaltete die Gruppe BIPoc Solingen diesen Gedenkabend. Das „Hallelujah“ von Leonhard Cohen ließ zu allem hinzu auch noch die Herzen klingen.

Wir veröffentlichen einige Bilder; ebenso die Rede von Nico Bischoff, der für die Solinger SDAJ bei der Abschlußveranstaltung vor dem Rathaus sprechen konnte. .

Von uns unterstützt:

Denk mit statt quer!

Freitag, 11. Februar. Ev. Stadtkirche Solingen, ab 15.30 Uhr. Ab 16.30 Uhr beginnt die Bildung der Menschenkette vor der Kirche.  

Aufruf:

Denk mit statt quer! zwei herausfordernde Jahre Coronapandemie liegen hinter uns. Die Pandemie hat unseren Alltag bestimmt und eingeschränkt. Maskenpflicht, Abstandsregeln, Lockdown: jeder und jede von uns war und ist in irgendeiner Weise betroffen. Und über 240 Solingerinnen und Solinger sind bis jetzt mit oder an den Folgen des Virus gestorben. Auch wenn die Ansteckungsrate jetzt nach oben schnellt, besteht die Hoffnung, dass wir die Seuche überwinden können: indem wir uns impfen lassen, indem wir uns an die Regeln halten, indem wir verantwortungsvoll mit uns und den anderen umgehen.

Mehr denn je ist gegenseitige Solidarität gefordert! Auch, wer Zweifel an den Corona-Maßnahmen und Furcht vor dem Impfen hat, soll das in einer lebendigen Demokratie offen sagen und für seine Überzeugungen demonstrieren dürfen. Aber nur im Rahmen unserer Verfassung, unter Beachtung der Gesetze und nur im Respekt vor den Überzeugungen der Andersdenkenden. Doch wir erleben anderes: Seit Wochen schwillt auch in unserer Stadt der Protest der Querdenker und Coronaleugner:innen an. Eine kleine Minderheit kämpft um die Deutungshoheit zum Thema Pandemie. Mit Autokorsos und „Spaziergängen“ an vielen Orten kapern sie den öffentlichen Raum. Ihr Handwerkszeug sind Grenzüberschreitung, Regelverletzung, Verächtlichmachung der Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Stadt und Behörden. Das reicht vom bewussten Entgleisenlassen der montäglichen Demonstration vor dem Rathaus bis zu offener Einschüchterung: so wurde in einer Chatgruppe des sogenannten „Solinger Widerstands“ die Privatadresse des Solinger Oberbürgermeisters gepostet und zu einem „Besuch“ vor seinem Privathaus aufgefordert. Welcher Ungeist und Irrsinn hinter dem „Solinger Widerstand“ steht, wie quer die Autoren denken, entlarvt der beigefügte Satz, nur auf diese Weise bringe man „psychopatische Schwerkriminelle und Spritzen-Massenmörder komplett aus dem Konzept.“

Gemeint sind alle Institutionen, die seit zwei Jahren den Kampf gegen die Seuche für uns alle führen: Ministerien, Gesundheitsämter, Ärztinnen und Ärzte, die Ordnungsbehörden. Solches Denken und Handeln dürfen wir als Demokratinnen und Demokraten nicht schweigend hinnehmen! Wir appellieren an alle Solingerinnen und Solinger, die noch nicht geimpft sind, die eigene Haltung noch einmal zu überprüfen. Es sprechen mehr rationale Argumente für die Impfung als dagegen: Sie schützt uns und andere vor Ansteckung und schweren Krankheitsverläufen; sie ist der Weg aus der Pandemie für uns alle. Doch vor allem appellieren wir an alle, die an Autokorsos und Spaziergängen teilnehmen oder damit sympathisieren: Überlegen Sie, mit wem Sie hier mitlaufen. Verfolgen die Organisatoren nicht ganz andere Ziele? Keine Sorgen, keine Kritik, keine Empörung und auch keine Enttäuschung rechtfertigen den Schulterschluss mit den Feinden unserer Demokratie.

Waldfrevel größten Ausmaßes für den Profit

Polizeiaktionen räumt das besetzte Osterholz

Die Kaltgrubenbetreiber am Rand der Stadt Wuppertal haben sich durchgesetzt und die Räumung des Waldgeländes „Osterholz“ erwirkt. Ein Gericht hatte ihnen grünes Licht dafür gegeben. Vorher hatten Aktivistinnen und Aktivisten der Bürgerinitative „Osterholz bleibt“ fast 2 Jahre das Gelände besetzt und mit Barrikaden und Baumhäuser die Räumung verhindert. Sie haben das Gelände von 5,5 Hektar mit  ca. 1500 Bäumen vor den Kettensägen geschützt. Am Dienstag, den 24. Januar 2022 frühmorgens begann die Räumung. Die Baumhäuser wurden zerstört, die Menschen weggetragen, die Kettensägen rückten an.

Mit ihren Protesten auf Mahnwachen und am Tag der beginnenden Räumung mit einer Kundgebung vor der Bahnhof Vohwinkel brachten Aktivistinnen und Aktivisten und viele Freunde des Waldes aus der ganzen Umgebung  ihre Wut und Enttäuschung zum Ausdruck. Abgesandte aus dem Rheinland, die ihre Dörfer verteidigen und auch Aktivistinnen und Aktivisten aus Solingen von der Bürgerinitiative „Rettet das ittertal“ waren mit ihren Transparenten vertreten.

In der Tat ist die Zerstörung eines Waldes mit über 1500 gesunden Bäumen angesichts der dramatischen Klimakatastrophe nicht zu rechtfertigen. Es wird deutlich, dass hierzulande der Profit, also der kommerzielle Nutzen vor Mensch und Natur geht. Es zeigt sich, dass ein konsequentes Umsteuern in Richtung Änderung der Lebensverhältnisse zugunsten von Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen nicht stattfindet. Das ist nicht einfach zu haben; muss gegen die kapitalistische Wachstumsideologie durchgesetzt werden.

Protestaktion vor dem Bahnhof Vohwinkel:

Zum Haushalt der Stadt Solingen 2022. „So kann es nicht weitergehen“, sagt DIE LINKE im Rat und lehnt ab.

Auf den erster Blick erscheint der Haushalt als ausgeglichen. Es ist sogar ein Überschuß verzeichnet von 738.000 Euro. Doch das Bild trügt. Die hohen Corona-Kosten, für die die Stadt einstehen muss, sind nicht eingerechnet. Diese werden zunächst unter den Teppich geschoben, wo sie als Dauerschulden weiterleben und in Raten Jahr für Jahr abgestottert werden müssen. Also alles andere als ein solider Haushalt. Diese Art Haushaltspolitik nennt man Schönfärberei. Sie äußert sich der Sprecher der Partei im Rat und daher lehnt DIE LINKE den Haushalt ab.

Die ganze Rede von Erik Pieck (Fraktionsvorsitzender der Partei DIE LINKE/Die Partei) im Rat ist hier zu lesen.

Die DKP, die an der gemeinsamen Fraktion DIE LINKE/Die Partei beteiligt ist, unterstützt die Ablehnung des Haushalts und verweist auf die dringend notwendige Erhöhung der Finanzmittel für die Städte und Gemeinden. „Der Kampf für eine Umverteilung der Finanzen von Oben nach Unten muss dringend aufgenommen werden. Ebenso muss Schluß sein mit der weiteren Aufblähung der Ausgaben für Rüstung und Militär. Unten wird das Geld dringend gebraucht, für die Menschen!“

Dies sind die drei Ratsmitglieder der gemeinsamen Fraktion: Joelle Möltgen, Harald Schulte-Limbeck, Erik Pieck.

Friedrich Engels:

Samstag, 4. September, Wuppertal, Alte Feuerwache, Gathe 6, 14:00-17:30 Uhr

Engels‘ Schrift „Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen“

Vortrag und Diskussion mit dem Arbeitswissenschaftler Dr. Elmar Witzgall

Etwa 1876 entstand dieses Textfragment, das erst zwanzig Jahre später unter dem bekannten Titel veröffentlicht wurde. Friedrich Engels verarbeitete darin die evolutionstheoretischen Erkenntnisse seiner Zeit (vor allem von Charles Darwin) und entwarf davon ausgehend eine „Koevolutionstheorie“, eine Entwicklungsgeschichte der Wechselwirkung von Mensch und Arbeit. Freilich steckte das Wissen um die Ursprünge und den natürlichen Entwicklungsweg des Menschen damals noch in den Anfängen. Elmar Witzgall weist in seinem anschaulich illustrierten Vortrag den bahnbrechenden Charakter der Engels’schen Koevolutionstheorie nach, zeigt aber auch auf, in welcher Hinsicht die Ergebnisse des großen Wuppertalers aufgrund der aktuellen Forschung ergänzt und korrigiert werden müssen.

Friedrich Engels – klug und weitsichtig

Solingen 1993 – Niemals vergessen – Unutturmayacağız!

Solingen 1993 – Niemals vergessen – Unutturmayacağız!

Samstag, den 29. Mai 2021 11:00 Uhr

Gedenkkundgebung an der Unteren Werner Straße

Mit Redebeiträge und Musik.

 Veranstalter*innen: Solinger Appell und Kein Platz für Nazis – Wuppertal mit Unterstützung des Türkischen Volksvereins Solingen, der Alevitischen Kulturgemeinde Solingen und der Karawane Wuppertal 

Aufruf:

„Ich sehe noch heute das rauchende Haus, die schreienden und weinenden Menschen, den Schock in ihren Augen und mich, wie ich ratlos vor dem Fernseher saß und Tränen in den Augen hatte.“  

Am 29. Mai 1993 starben fünf Menschen bei einem Brandanschlag in Solingen. Gürsün İnce, Hatice Genç, Gülüstan Öztürk, Hülya Genç, Saime Genç kamen ums Leben. Ein sechs Monate alter Säugling, ein dreijähriges Kind und der 15 Jahre alte Bekir Genç wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Bekir Genç erlitt schwerste Verbrennungen und unterzog sich seit dem Anschlag insgesamt 30 Operationen und Hauttransplantationen. 14 weitere Familienmitglieder erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen.

Der Anschlag in Solingen war damals der schreckliche Höhepunkt einer massiven Hetzkampagne gegen Geflüchtete und hier lebenden Migrant*innen. Leider folgten zahllose weitere rassistische und antisemitische Verbrechen – die Blutspur der Mörder führte von Mölln, Solingen, über die NSU-Morde bis nach Kassel, Halle und Hanau.

Auch die Infiltrierung, die Finanzierung und der Schutz von Nazistrukturen seitens des „Verfassungsschutzes“ hat nie aufgehört. Wir werden die verhängnisvolle Rolle von VS-Spitzel Bernd Schmitt im Zusammenhang mit dem Solinger Brandanschlag nie vergessen. Genauso wenig wie die zahllosen V-Männer, die das Umfeld des NSU erfolgreich infiltriert hatten, aber keinen der Morde verhindert haben.

Viele unserer Forderungen von 1993 sind traurigerweise nach wie vor aktuell.

Wir laden alle Menschen ein, den Opfern des rassistischen Anschlags von Solingen zu gedenken.  

Der 1. Mai 2021 in Solingen

Eingeladen hatten die Parteien Die Linke und die DKP, der Türkische Volksverein, der Alevitische Kulturverein und die SDAJ Solingen. Gut 50 Menschen waren gekommen. Soviel hatte das Ordnungsamt zugelassen. Und soviel postierten sich auf den markierten Stellen. Gut bewacht von Polizei und Ordnungsamt.

Vielfältig und ganz nah dran an den brennenden Themen waren die Beiträge der Rednerinnen und Redner – die Jüngste 15, die Älteste 82! Berichte aus dem Gesundheitswesen, zur Lage der Familien, der Schülerinnen und Schüler, zu Problemen der Arbeiter in den Betrieben, zur Klima-Katastrophe in Corona-Zeit, zu den demokratischen und sozialen Rechten in Corona-Zeiten – und vieles mehr. An die Bedeutung des 1. Mai erinnerte die älteste Rednerin, 60 Jahre in der Gewerkschaft, früher Verkäuferin: „Den arbeitenden Menschen wurde nichts geschenkt, alles musste erkämpft werden – und jetzt beharrlich verteidigt“ – vermerkte sie am Schluss ihres Beitrages.

Viele Kolleginnen und Kollegen sind dem Aufruf des Türkischen Volksvereins und des Alevitischen Kulturvereins gefolgt. Von ihnen kam ein Beitrag in türkischer Sprache.

Persönliche Wünsche an diesem 1. Mai konnten mit Kreide auf den Boden geschrieben werden. Zu lesen waren schließlich viele Einträge zum Gesundheitswesen, mit Aufforderung zur Solidarität mit den Beschäftigten, die Forderung, das Gesundheitswesen endlich zu demokratisieren und von kapitalistischen Zwängen zu befreien. Es wurde den Bau- und Miethaien der Kampf angesagt, ebenso den Rüstungsfabrikanten, den Waffenexporteuren, der NATO. Mehrere Beiträge benannten das kapitalistische Profitsystem als Ursache der ganzen Katastrophe – es sollte Gerechtigkeit geschaffen werden, eine wirklich demokratische und solidarische Gesellschaft – und das ginge nicht mit Kapitalismus. Und immer wieder: Wir zahlen nicht für die Krise, die Reichen müssen zahlen.

Die Lieder der Arbeiter- und demokratischen Bewegung, das bunte Bild an Schildern und Fahnen, die guten Beiträge, das Gefühl der Verbundenheit in der gemeinsamen Sache und schließlich die wärmende Nachmittagssonne,– das alles schuf eine herzliche, solidarische, Mut machende und mitunter sogar heitere Stimmung an diesem 1. Mai auf dem Neumarkt in Solingen.

Nächste Termine:

Am Sonntag, den 25. April wird wieder der Mordopfer vom Wenzelnberg gedacht. Pandemie-bedingt wird es nur ein „stilles Gedenken“ sein. Wir legen gegen 12 Uhr unseren Kranz nieder. Die SDAJ, die VVN/BdA, Die Linke und andere werden ebenfalls dabei sein.

Am Donnerstag, den 29. April 19.30 Uhr laden wir zu einer „Versammlung“ per online ein. Die Zugangsdaten schicken wir noch.

Den 1. Mai wird es im Internet und auf der Straße geben. Wir informieren noch.

Neues zum Ostermarsch 2021: Er findet statt!

Eilmeldung vom Freitag, 2. April 11.30 Uhr:

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,   heute, „auf den letzten Drücker“, haben wir endlich die behördliche Bestätigung für den Ablauf des Ostermarschs am Samstag, 3. April, in Düsseldorf bekommen – einschließlich einer ausführlichen, wenn auch wenig überzeugenden Begründung, warum die Zahl der Teilnehmenden auf genau 250 Personen plus zusätzlicher Ordner begrenzt werden muss. Aber wir wollen nicht beckmesserisch sein – und sind froh, dass nicht nur die kurze Auftaktkundgebung in der Friedrich-Ebert-Straße und die Abschlusskundgebung auf der Wiese an der Reuterkaserne, nahe dem Rheinufer, sondern auch unsere Marschroute durch die Innenstadt  akzeptiert wurde.   Wir treffen uns also um 14:30 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus mit den Ostermarschierern, die aus anderen NRW-Orten anreisen, und marschieren von dort nach einer Begrüßung durch Felix Oekentorp, Sprecher der DFG-VK NRW, um 14:45 Uhr zur Abschlusskundgebung, die um 16:00 Uhr beginnt.   Dort sprechen, jeweils ca. 15 min, – Özlem Demirel, Mitglied des EU-Parlaments, u. a. zur Forderung nach Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrag durch Deutschland und zur Notwendigkeit einer Verständigung mit Russland, und  – Stephanie Peifer, Geschäftsführerin des Ver.di-Bezirks Düsseldorf-Rhein-Wupper, zur Forderung „Abrüsten statt aufrüsten“, die auch von den Gewerkschaften einhellig unterstützt wird. – Detlef Peikert von der VVN-BdA Aachen wird uns in 5 min erklären, warum wir künftig ein besonderes Augenmerk darauf haben müssen, was sich am Fliegerhorst Nörvenich tut. – Die Gruppe Wilder Weizen spielt uns auf. Moderation: Hermann Kopp vom Friedensfrorum Düsseldorf.   Am Platz der Abschlusskundgebung wird es einige Infostände und eine (1) Toilette geben; aber dieses Jahr leider nichts zu essen und zu trinken. Bringt deshalb eure Marschverpflegung von zuhause mit. Und bitte beachtet die Corona-bedingten Abstandsregeln und die Maskenpflicht während der gesamten Veranstaltung.   Bleibt gesund – und helft mit, dass noch weit größere Gefahren für Gesundheit und Leben als die Corona-bedingten gebannt werden können. Eine rege Beteiligung am diesjährigen Ostermarsch wäre ein bescheidener Beitrag dazu…

Abfahrtszeiten:

Ab Solingen Hbf 14.13 Uhr S 1

Ab Wuppertal-Vohwinkel 14.04 Uhr RE und 14.09 S 8

Der Ostermarsch 2021 findet statt!

Wir treffen uns 14:30 Uhr vor dem DGB  Haus, Friedrichstrasse. Begrüssung von Felix Oekentorp, Vorsitzender der DFG-VK NRW, und anschliessend Demonstration durch breite Strassen Düsseldorfs bis zum Reuter Kasernen Platz (zw. Schlossufer und Reuter Kasernen Str., in Sichweite Oberkasseler Brücke, Tonhalle, Kunstakademie und Rhein).Abschlusskundgebung ab 16 Uhr und verschiedene Informationsstände am Rande des Platzes.

Von uns die besten Wünsche für das neue Jahr, ein besseres Jahr hoffentlich. Dank an alle, die uns geholfen und unterstützt haben. Die Themen, die uns 2020 schon beschäftigt haben, bleiben: Frieden erhalten, für Abrüstung, Verteidigung der demokratischen Rechte des Grundgesetztes, viel mehr für Soziales statt mehr für die Reichen, ein demokratisches Gesundheitswesen, aktiv sein gegen rechte Demagogen, Nazis und Rassisten. Dafür ganz große Bündnisse schließen. Da sind wir dabei. Kapitalismus heißt Profit: Darum im Sinn von Rosa Luxemburg: Sozialismus oder Barbarei! Aber vor allem dies: Bleibt gesund und widerständig!

Rosa Luxemburg, vor 150 Jahren geboren.
Rosa Luxemburg, vor 150 Jahren geboren.

Wir denken an die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die in Solingen schuften mussten und die hier ums Leben kamen.

Am Sonntag, den 15. Nov. legten VertreterInnen der DKP Solingen, der Partei DIE LINKE Solingen und die SDAJ Solingen Blumen an den Gräbern für die ZwangsarbeiterInnen aus der Sowjetunion und der Republik Polen nieder.

In einer kurzen Ansprache wurden die Nutznießer dieses Verbrechens, „ehrenwerte“ Solingen Betriebe und die Stadtverwaltung, benannt und die Leiden dieser Menschen geschildert.

Der Bezug zur Gegenwart erhielt die Aussagen, immer und überall für Menschenrechte und Menschenwürde einzutreten, die Gefahr von Rechts, die immer drohender wird, gemeinsam abzuwehren.

Damit sei ausdrücklich die Verteidigung der humanistischen Werte des Grundgesetzes (Artikel 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ gemeint – ebenso wie der Schwur von Buchenwald. Als direkte Mahnung und Aufforderung zum gemeinsamen Handels sei die Aussage von Bertolt Brecht zu verstehen: „Der Schoß ist fruchtbar noch“.

Schleifen

DKP-Treff im August

„Wege aus der Krise – die Rolle der Gewerkschaften zwischen Abwehrkämpfen und notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen“.

Das ist der Titel unserer Veranstaltung am Donnerstag, den 6. August 19.30 Uhr im Naturfreundehaus Theegarten, Solingen-Meigen, Zedernweg 26

Eine Einführung gibt der Genosse

Uwe Fritsch, Betriebsratsvorsitzender der VW-Werkes Braunschweig, Mitglied des Parteivorstandes der DKP.

Gäste sind uns willkommen. Unerwünscht sind Rassisten und Nazis.

Wir achten wieder auf Schutz mit Abständen und Mund-Nase-Bedeckung

Anmeldung ist erforderlich – hier: Horst Krämer, Tel. 59 07 88,

oder mail: horst.kraemer.solingen@t-online.de

Hier ist die ganze Einladung zu lesen:

Friedrich Engels – klug und weitsichtig

Friedrich Engels – klug und weitsichtig

Unser Genosse Dirk Krüger aus Wuppertal hat einen mehrteiligen Beitrag verfasst, der in ausgezeichneter Weise Leben und Werk des großen Sohnes unserer Nachbarstadt darstellt. Hier die einzelnen Beiträge:

Weitere Teile folgen.

Der etwas andere 1. Mai 2020 in Solingen

Nein, da hätte mehr sein müssen an diesem 1. Mai. Vor der Arbeiterklasse, ja vor der Menschheit insgesamt stehen gewaltige Probleme. Das Virus hat tiefgehende Auswirkungen auf uns alle, vor allem auf diejenigen in sehr vielen Ländern, die nahzu schutzlos vor der Bedrohung stehen. Das Virus stößt auf die sich schon länger anbahnende Wirtschaftskrise, eine Rezession. Es zeichnet sich ab, im welchem Umfang Arbeitsplätze bedroht sind. Das Großkapital wird mit Schutzschirmen reich bedient, während die Mehrheit um Leben und Existenz bangen muss. Auch in Solingen sind 40 % der Beschäftigten in Kurzarbeit.

Vor allem die Beschäftigen im Gesundheitswsen leisten schier Übermenschliches. Dafür werden sie als Helden gefeiert. In der Tat, vor dem Einsatz der Beschäftigten ist wirklich der Hut zu ziehen. Aber Wasser in den Wein: Es Ist doch schon lange bekannt, dass mindestens 80.000 Pflegekräfte fehlen, dass die Beschäftigten überfordert sind, bis an ihre körperlichen Möglichkeiten arbeiten und viele weggehen, weil sie es nicht mehr verkraften. Wie sehr musste gekämpft werden, wie viel Kraft hat der Streik in Düsseldorf und Essen gekostet, bis endlich eine angemessene Personal-bemessung erreicht wurde. In der Bezahlung sind sie an der unteren Skala, sonst, ja sonst „rechnen sie sich nicht“ – sind zu teuer, weil das Gesundheitswesen Profit bringen muss. Das ist doch die Lehre aus der aktuellen Krise: Ökonomisiert, profitorientiert, so geht Gesundheitswesen im Dienst der Menschen nicht. So dient es nur den Aktionären.

Diese Fragen müssen auf der Tagesordnung bleiben. Jetzt, an diesem 1. Mai sind sie zu kurz gekommen. Eindrücklich haben die Bündnisse Solingen gehört uns und Pro Klinikum ihre Forderungen vor dem Rathaus vor leider kleinem Publikum vorgetragen. Ihnen schlossen sich die Aktiven von Fridays for Future an.

Zwei Fotos halten das fest.

Mitgliederversammlung der DKP Solingen

Am Samstag, den 23. November fand in Solingen die Kreismitglieder-versammlung vor dem 23. Parteitag (im Frühjahr 2020 in Frankfurt/Main) statt. Der Bericht des Vorstandes wurde lebhaft diskutiert. In geheimer Wahl wählten die Anwesenden einen neuen Kreisvorstand, die Delegierten zur Bezirksmitgliederversammlung und zum Parteitag. Einstimmig beschlossen die Anwesenden zwei Anträge an den Parteitag. Diese werden hier dokumentiert:


Neue Infos und Termine

Auch im Ferienmonat Juli treffen wir uns: Dienstag, den 30. Juli – wie immer 19.30 Uhr im Initiativen-Café, Klemens-Horn-Straße 3, Solingen.

Unser Thema – dies und jenes, was aktuell ist. Vor allem wollen wir unseren Blick richten auf den Nahen Osten, hier vor allem auf die Konfrontation der USA gegen den Iran. Hier ist ein Pulverfass, das jeden Augenblick hochgehen könnte, mit ungeahnten Folgen.

Also nochmals: Herzliche Einladung für Dienstag.

Euer Kreisvorstand

Noch einige Infos und Termine:

Samstag, den 31. Aug.: Wir grillen wieder. 18 Uhr im Naturfreundehaus Holzerbachtal.

Samstag, den 16. Nov.: Veranstaltung von LINKSKULTUR (DIE LINKE und DKP) mit Gina Pietsch und Frauke Pietsch aus Berlin. Sie kommen mit ihrem Rosa-Luxemburg-Novemberrevolutionsprogramm. – „Sagen was ist!“. Mehr hier: www.ginapietsch.de.

Samstag, den 23. Nov.: Jahreshauptversammlung/Kreismitgliederversammlung der DKP Solingen.

Samstag, den 7. Dez.: Bezirksdelegiertenkonferenz der DKP Rheinland

Ein Beitrag zur Diskussion in der DKP

Am Samstag, den 25. Mai diskutierten die Genossen Günter Pohl, Vorsitzender der internationalen Kommission des Parteivorstands der DKP (Foto rechts) und Thomas Hagenhofer, Vorsitzender der Bezirksorganisation Saar der DKP im Naturfreundehaus mit Mitgliedern und Freunden der Partei über die EU, über Europa, und darüber, welche Haltung Kommunistinnen und Kommunisten dazu einnehmen. Die Standpunkte hätten unterschiedlicher nicht sein können. War doch die Kandidatur der DKP in der Partei umstritten; die Bezirksvorstand Saar hatte einen eigenen Text und ein eigenes Plakat zur EU-Wahl verbreitet. Auch in der Kreisorganisation Solingen wurde die Kandidatur der Partei mit Kritik und Skepsis aufgenommen. Trotz unterschiedlicher Positionen, die nicht ausgeräumt werden konnten, hielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Gespräch für sehr nützlich. Anerkennung geht an die Veranstalter, dass sie mit der „Bergischen Kaffeetafel“, so nennen sich derartige Veranstaltungen bei uns, einen Beitrag zu einer lebendigen, demokratischen Diskussionskultur in der DKP bisher geleistet haben und leisten.

Lebhaft, meist sachlich und hilfreich, Standpunkte zu klären.

Wieder aktuelle Infos.

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freunde,

unser Treffen im Mai findet am Dienstag, den 28. Mai statt – wie immer 19.30 Uhr im Initiativen-Café, Klemens-Horn-Straße 3, Solingen.

Es ist viel los in Solingen“. Unter dieser Überschrift reden wir über das Projekt „Gedenkstätte für den Widerstand in Solingen“, über Neues und Überlegenswertes bei den Fridays for Future-Aktionen der Schülerinnen und Schüler und dies und jenes, was sonst noch aktuell ist.

Bis spätestens 28. Mai!

Sozialistische Grüße.

Euer Kreisvorstand

Noch einige Infos und Termine:

Sonntag, den 19. Mai: Demonstration in Köln „Ein Europa für alle“.

Sonntag, den 19. Mai: 50 Jahre UZ . Veranstaltung in Oberhausen. 11 Uhr. Siehe Infos in der UZ.

Freitag, den 24. Mai: Aktionstag Fridays for Future.

Samstag, den 25. Mai: „Bergische Kaffeetafel“ 14.30 Uhr im Naturfreundehaus Holzerbachtal. Thema: Europa.

Sonntag, den 26. Mai: EU-Wahl

Samstag, den 8. Juni (Pfingstsamstag): Festival der Jugend in Köln über ganz Pfingsten. Wir helfen am Samstag. Wer macht noch mit?

Samstag, den 31. Aug.: Wir grillen wieder. 18 Uhr im Naturfreundehaus Holzerbachtal.

Samstag, den 16. Nov.: Veranstaltung von LINKSKULTUR (DIE LINKE und DKP) mit Gina Pietsch und Frauke Pietsch aus Berlin. Sie kommen mit ihrem Rosa-Luxemburg-Novemberrevolutionsprogramm. – „Sagen was ist!“. Mehr hier: www.ginapietsch.de.

Samstag, den 23. Nov.: Jahreshauptversammlung/Kreismitgliederversammlung der DKP Solingen.

Zum 1. Mai ist die „Klingenstadt“ erschienen. Zu lesen auf unserer Internet-Info-Seite.

Aktuelle Infos:

Ostermarsch 2019: Abfahrt vom Hbf Solingen am Ostersamstag um 13 Uhr

Samstag, den 27. April: Mai-Veranstaltung. Siehe unten.

DKP-Treff: Dienstag, den 30. April 19.30 Uhr im Initiativen-Café. Unsere Themen: 45 Jahre Nelken-Revolution (Portugal) – Erinnerungsfoto siehe unten – und das Thema Fridays for Future.

Am 1. Mai sind wir wieder mit einem Info-Stand auf dem Neumarkt. Es erscheint eine KLINGENSTADT.

Alvaro Cunhal, Generalsektretär der Kommunistischen Partei Portugal zusammen mit Dolores Inbarruri („La Pasionaria“ – KP Spanien)

Kultur zum 1. Mai und weitere Termine


Dienstag, den 26. März: DKP-Treff 19.3o Uhr im Initiativen-Café. Thema: Aktuelles rund um den „Freitag für das Klima“.

Dienstag, den 2. April: Veranstaltung der VVN-BdA Solingen „Auf in den nächsten Krieg“ – Wie die aktuelle Aufrüstung den Frieden dramatisch gefährdet. 19 Uhr Zentrum Frieden, Wupperstraße 120, Solingen

Samstag, den 6. April: Demo in Köln gegen Mietenwahnsinn. Aufruf siehe UZ vom 15. März Seite 3.

Sonntag, den 7. April: Gedenkkundgebung am Wenzelnberg. Treffpunkt wie immer 10.15 Uhr.

Samstag, den 20. April: Ostersamstag – Ostermarsch in Düsseldorf. Treff 13 Uhr Hbf Solingen

Freitag-Sonntag 7.-10. Juni: Festial der Jugend in Köln – im Jugendpark.

Neue Termine

Unser nächster DKP-Treff findet statt am Dienstag, den 26. Februar 2019 im Initiativen-Café. Wir behandeln aktuelle Themen: Schülerstreik fürs Klima / SPD im (Sozial)-Aufwind?, Sicht auf EU-Europa.

InteressentInnen sind wie immer herzlich eingeladen. Rassisten, Nazis, Provokateure aller Art nicht.

Hier noch einige Termine, Infos und Empfehlungen:

Samstag, den 9. März 2019: Konzert mit der Gruppe „Quijote“ aus Chemnitz. Sabine Kühnrich, Ludwig Streng und Wolfram Hennig-Rutz sind in Solingen und den Besuchern des UZ-Festes bestens bekannt. Ihr Programm ist Mikis Theodorakis gewidmet – „Sonne der Gerechtigkeit“.

Veranstalter sind der DGB Solingen und andere Organisationen. 20 Uhr in der Dorper Kirche, Ritterstraße 7. Freier Eintritt, es wird aber eine Spende gewünscht.

Die Gruppe Quijote

Jetzt schon vormerken:

Am Samstag, den 16. November 2019 tritt die Sängerin und Schauspielerin Gina Pietsch mit ihrer Tochter Frauke in Solingen auf. Ihr Programm: Sag was ist. – Hommage an Rosa Luxemburg.

Gina Pietsch

Neujahrsempfang und „Bergische Kaffeetafel“

Die „Bergische Kaffeetafel“ ist ein marxistisches Bildungsangebot. Im Jahr 2018 hatten wir zwei interessante Veranstaltungen.fel“. Diese Reihe führen wir im Jahr 2019 fort. Deshalb laden Genossinnen und Genossen der DKP Kreisorganisationen Solingen und Wuppertal Interessierten ein zum Thema

Herausforderungen für Kommunistinnen und Kommunisten in Zeiten zunehmender Rechtsentwicklung

Zu dieser Veranstaltung, die keineswegs nur Mitglieder der DKP interessieren sollte, laden wir herzlich ein. Mit uns diskutiert der Genosse Ulli Sander, Bundessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.      

Wann wo? Samstag, den 26. Januar 2019, um 15.00 Uhr in Solingen, Naturfreundehaus Holzerbachtal, Eipaßstr. 25b

Im Anschluss an die Veranstaltung findet am Abend ab 18 Uhr das traditionelle Neujahrstreffen der DKP Solingen statt. Wie im vergangenen Jahr werden auch wieder Paco & Madeleine aus Köln dabei sein und uns mit internationalen Liedern unterhalten (Mitsingen ausdrücklich erwünscht!). Außerdem wird ein leckeres Buffet vorhanden sein, zu dem auch gerne Beiträge geleistet werden können. Dafür wird ein Kostenbeitrag erhoben. Damit wir das Essen besser kalkulieren können, meldet euch bitte – auch wegen evtl. Mitfahrgelegenheiten – an bei Horst Krämer (horst.kraemer.solingen@t-online.de) Tel.: 0212/590788) oder bei Jürgen Köster (juergen-renate.koester@t-online.de, Tel.: 0202-4604555).

Wir würden uns freuen, wenn auch dieses Mal wieder viele Gäste bei der „Bergischen Kaffeetafel“ dabei wären!

Walter Herbster und Horst Krämer, Solingen
Jürgen Köster und Georg Polikeit, Wuppertal

paco und madeleine aus Köln

Ein Schritt weiter …

Für 2019 Gesundheit und Wohlbefinden Euch allen!

Unseren Genossinnen und Genossen, unseren Freunden und MitsteiterInnen danken wir für die solidarische Zusammenarbeit, inbesondere den Genossinnen und Genossen der Partei Die Linke Solingen.

Freuen wir uns auf ein neues Jahr mit interessanten Themen und Auseinandersetzungen, ein Jahr voller Aktivitäten, neuen Ansatzpunkten – und vielleicht auch ein paar Schritte nach vorn für uns selbst und die Bewegungen des Widerstands gegen den Neoliberalismus.

Eure DKP Solingen

Wir starten ins neue Jahr mit unserer schon traditionellen Neujahrsfête am Samstag, den 26. Januar 2019 um 18 Uhr im Naturfreundehaus Holzerbachtal. Mit dabei werden dann auch sein Paco & Madeleine aus Köln mit ihren internationalen Liedern. Dann, klar, viele Gespräche und Unterhaltung und das schon bekannte reichhaltige Buffet. Es verspricht ein hinreißender Abend zu werden.

„Wölfe mitten im Mai“

„Wölfe mitten im Mai“ –

Lieder und Texte von Franz-Josef Degenhardt,
gesungen, gelesen und kommentiert von Kai Degenhardt und Rolf Becker.

Ein emotionaler Abend liegt hinter uns. Wir danken sowohl den Künstlern, dass sie uns mutig und entschlossen erinnern und wachrütteln.
Wir danken allen Gästen, die schon durch ihre Teilnahme an diesem Konzert einen wichtigen Schritt des gemeinsamen solidarischen Handelns für grenzenlose Menschlichkeit gegangen sind.
Ein Raum, voller Menschen, die sich ein Leben abseits der brutalen kapitalistischen Gesellschaftsordnung wünschen – das macht Mut und die Welt trotz der herrschenden Kälte ein wenig wärmer.

Wir danken der Genossin, die diesen kleinen Film hergestellt hat, der uns einen so guten Eindruck vermittelt von unserer Veranstaltung.

August, der Schäfer, hat Wölfe gehört,
Wölfe mitte im Mai
– zwar nur zwei –
doch der Schäfer, der schwört,
sie hätten zusammen das Fraßlied geheult,
das aus früherer Zeit,
und er schreit,
und sein Hut ist verbeult.
Schreit: „Rasch, holt die Sensen, sonst ist es zu spät.
Schlagt sie tot, noch ehe der Hahn dreimal kräht.“
Doch wer hört schon auf einen alten Hut
und ist auf der Hut – und ist auf der Hut.

August der Schäfer, ward niemehr gesehn,
nur sein alter Hut
voller Blut
schwamm im Bach. Cirka zehn
hat dann später das Dorfhexenkind
nachts im Steinbruch entdeckt,
blutbefleckt
und die Schnauzen im Wind.
Dem Kind hat die Mutter den Mund zugehext,
hat geflüstert: „Bist still oder du verreckst.
Wer den bösen Wolf nicht vergißt, mein Kind,
bleibt immer ein Kind – bleibt immer ein Kind.“

Schon schnappten Hunde den Wind, und im Hag
rochen Rosen nach Aas.
Kein Schwein fraß.
Eulen jagten am Tag.
Hühner verscharrten die Eier im Sand,
Speck im Fang wurde weich,
aus dem Teich
krochen Karpfen an Land.
Da haben die Greise zahnlos gelacht
gezischelt: „Wir haben´s gleich gesagt.
Düngt die Felder wieder mit altem Mist,
sonst ist alles Mist – sonst ist alles Mist.“

Dann, zu Johannis, beim Feuertanz
-keiner weiß heut mehr wie-
waren sie
plötzlich da. Aus Geäst
sprangen sie in den Tanzkreis; zu schnell
bissen Bräute ins Gras,
und zu blaß
schien der Mond; aber hell,
hell brannte Feuer aus trockenem Moos,
brannte der wald bis hinunter zum Fluß.
„Kinder, spielt, vom Rauch dort wissen wir nichts
und riechen auch nichts – und riechen auch nichts.“

„Jetzt kommen Zeiten, da heißt es, heraus
mit dem Gold aus dem Mund.
Seid klug und
wühlt euch Gräben ums Haus.
Gebt eure Töchter dem rohesten Knecht,
jenem, der auch zur Not
nicht nur Brot
mit den Zähnen aufbricht.“
So sang der verschmuddelte Bauchladenmann
und pries Amulette aus Wolfszähnen an.
„Wickelt Stroh und Stacheldraht um den Hals
und haltet den Hals – und haltet den Hals.“

Was ist dann doch in den Häusern passiert?
Bisse in Balken und Bett.
Welches Fett
hat den Rauchfang verschmiert?
Wer gab den Wölfen die Kreide, das Mehl,
stäubte die Pfoten weiß?
Welcher Geiß
glich dem Ziegengebell?
Und hat sich ein siebentes Geißlein versteckt?
Wurden Wackersteine im Brunnen entdeckt?
Viele fragen, die nur einer hören will,
der stören will – der stören will.

Doch jener Knecht mit dem Wildschweingebrech
-heut ein Touristenziel-
weiß, wieviel
da geschah. Aber frech
hockt er im Käfig, frißt Blutwurst und lacht,
wenn man ihn fragt. Und nur
Schlag Null Uhr
zur Johannisnacht,
wenn von den Bergen das Feuerrad springt,
die Touristenschar fröhlich das Fraßlied singt,
beißt er wild ins Gitter und schreit: „Schluß mit dem Lied,
´s ist ein garstig Lied – ´s ist ein garstig Lied.“

August, der Schäfer, hat Wölfe gehört,
Wölfe mitten im Mai
-mehr als zwei-
doch der Schäfer, der schwört,
sie hätten zusammen das Fraßlied geheult,
das aus früherer Zeit,
und er schreit,
und sein Hut ist verbeult.
Schreit: „Rasch, holt die Sensen, sonst ist es zu spät.
Schlagt sie tot noch ehe der Hahn dreimal kräht.“
Doch wer hört schon auf einen alten Hut
und ist auf der Hut – und ist auf der Hut.