Themen heute: Trauer um Karin Seilheimer-Sersal, Veränderungen im Rat und der Bezirksvertretung Mitte, Pflanzkübel, die wandern, Landtagswahl, Glückwünsche nach Graz, Lachse in der Wupper, was zu Teo-Otto.
Gestern, Donnerstag 2. Juli 2026 wurde der Wechsel in der Linksfraktion im Rat der Stadt vollzogen. Bjarne Lattmann hatte das Mandat zurückgegeben. Für ihn ist Hannah Bender nachgerückt. Sie wurde zu Beginn der Sitzung von Oberbürgermeister Flemm auf die Landesverfassung verpflichtet, wie im Foto festgehalten. Wir gratulieren herzlich.
Wir müssen diese traurige Nachricht weitergeben: Die Genossin Karin Seilheimer-Sersal ist leider verstorben. Karin, die uns bestens bekannt war, war langjährig linke Kommunalpolitikerin; mehrere Jahre im Rat der Stadt, im Sozialausschuss und zuletzt in der Bezirksvertretung Solingen-Mitte. Die Sozialpolitik lag ihr besonders am Herzen. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen gab sie gerne an andere, Betroffende und Ratsuchende, weiter. Dabei schöpfte sie aus eigenem Erleben, weil selbst betroffen. Für die Linkspartei war sie deren Finanzbeauftragte. Die Linkspartei und die Fraktion verlieren mit Karins Tod eine engagierte und mit der Sache zutiefst verbundene Genossin. Der Trauer schließen wir uns gerne an.
Jetzt muss in der Bezirksvertretung jemand nachrücken.
Die Innenstadt soll mehr Grün erhalten. So ist es im Projekt City 2030 der ISEK (Innenstadtentwicklung) enthalten. Das Konzept stammt vom Studio Quack aus Köln. Von den Solingern konnte so was wohl nicht kommen? Jedenfalls werden morgen auf dem Fronhof 15 Pflanzkübel aufgestellt; sie sind beweglich und wandern dann weiter zum Fühlstein. Gute Maßnahme, die uns mahnt, dass es viel mehr Pflanzen, Bäume und Sträucher in der Stadt geben muss.
Die Linkspartei rüstet sich zur Landtagswahl nächstes Jahr. Im Wahlkreis 1 kandidiert die Genossin Alexandra Mehdi; ihre Partei hat sie auch als Spitzenkandidatur NRW nominiert. Im Wahlkreis Solingen 2 kandidiert der Genosse Rolf Breuer. Sie sind beide bei uns bestens bekannt. Wie wir hören, will die DKP ebenfalls zur Wahl antreten. Es wurde bereits zu einer Landeswahlversammlung eingeladen.
Wahlerfolg in Graz. Die Genossinnen und Genossen in Graz in Österreich haben einen Riesenerfolg erreicht: Die Genossin Elke Kahr wurde wieder zur Bürgermeisterin der Stadt gewählt. Die KPÖ erhielt die meisten Stimmen in der Stadt. Dahinter folgen ÖVP und Grüne. Wir gratulieren herzlich!
Auch in unseren Kreisen, die wir uns sehr sorgen um die uns umgebende Natur, im Wissen darum, dass wir Menschen selbst Teil dieser Natur sind, sollten hin und wieder Blicke werfen auf die Zustände eben dieser Natur, im Guten wie im Schlechten. Vom Guten wird in der Lokalpresse am 30.6. im Tageblatt berichtet über den Bergischen Fischereinverband. Dieser kümmert sich schon viele Jahre um den Fischbestand in der Wupper. Dieser war durch die Industriealisierung ganz oder fast ganz verschwunden. Kürzlich wurden 25.000 junge Meerforellen ausgesetzt; jetzt wieder 10.000 junge Lachse, die sie selbst nach ihrer Geburt ausgezogen hatten, bis sie 10 cm groß waren. Ausgesetzt jetzt in der Hoffnung, dass sie nach einem Jahr den Weg zurück finden vom Meer in die Wupper. Wie der Verein mitteilt, ist der Erfolg der Aktion bescheiden: Zu viele Gefahren lauern ihnen auf dem Rückweg. Dennoch haben sich der Fischbestand, die Fauna wie auch die Flora, dank des Menschen Hilfe zum Guten verbessert. Hoffnung also; den Aktiven gebührt Dank.
Wer war eigentlich dieser „Teo-Otto“ aus Remscheid, nach dem das Stadttheater Remscheid benannt ist, . Das Theater ist auch Spielort der hochgeschätzten Bergischen Symphoniker, die wir Solinger mit Remscheid „teilen“.
Teo Otto war Bühnenbildner in Berlin. Hatte am Bauhaus studiert. 1933 musste er vor den Nazis fliehen, ging in die Schweiz. Dort wurde er zum gefragtesten Bühnenbildner des deutschsprachigen Raum und arbeitete mit Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und vor allem Bertolt Brecht zusammen. Von Theo Otto stammt Idee des Bildes der „Mutter Courage“ mit dem berühmten Marketenderwagen. Teo Otto wurde schweizer Staatsbürger, blieb aber mit seiner Heimat verbunden. Er starb 1968. Bertolt Brecht widmete ihm die folgenden Zeilen:
„Theo schwanke nicht. Die Welt ist noch nicht am Ende. Und du stehst noch auf beiden Beinen. Und die Arbeit ist noch da. Der Plan ist noch nicht erfüllt. Die Zeit ist noch nicht vorbei“. (BB1956)
(Die Informationen sowie den Brecht-Text entnahmen wir der Zeitschrift der Regionale – Neues Sehen – Unterwegs im Bergischen Land- Seite 15, Beilage im Solinger Tageblatt am 4.7.26).











































































































































































































































































































