Weltweit erfährt Kuba eine Welle der Solidarität. Die unmenschliche Blockade der USA schnürt das Land und seine Menschen buchstäblich ab und beraubt sie um das Lebensnotwendige. Wir dokumentieren hier die Erklärung der FIR, die internationale Organisation der ehemaligen Widerstandskämpfer und Partisanen.
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Die Provinz erinnert an eine Revolution und anderes. Juli in der Hitze
Wir begehen den Jahrestag der Großen Revoution der Franzosen am 14. Juli 1789. Die großen Erwartungen, die mit „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ verbunden waren und sind, haben sich bisher nicht erfüllt. Trotzdem hat dieses Großereignis Gewaltiges geleistet: Die Dominanz der feudal-klerikalen Produktionsweise erhielt ein Schlag. Das Mittelalter ging zu Ende. Neue Produktionsverhältnisse, die die Veränderungen antrieben, erhielten Wurzeln und erste Formen. Bezeichnend ist, dass das alte System sich wehrte; fortan stand die ganze europäische Reaktion gegen die Kräfte des Umbruchs in Frankreich auf. Die Interventionskriege begannen. Dennoch war der politische Umbruch deutlich zu spüren. So u. a. mit dem Versuch der ersten bürgerlich-demokratischen Republik in Mainz. Erinnern wir uns, was unsere Vorfahren Großartiges geleistet haben. Es bleibt unserer Aufgabe, den Hauch der Revolution der Franzosen immer wieder aufzugreifen und mit Leben zu erfüllen.
Zurück in die Niederungen, die auch Schönes und Positives zu bieten hat. So ist das Trassenfest voll gelungen. Dieses Ereignis, was als Ersatz für die abschaffte „Kulturnacht“ eingerichtet wurde, zog Tausende an; Stände und Darbietungen aller Art entlang der Trasse vom Südpark bis zum Botanischen Garten. Und das alles bei brütender Hitze. Wir können von einem Höhepunkt berichten: Auf einer riesigen Bühne im Südpark gaben die Bergischen Symponiker ein Konzert, was so viele Menschen anzog, sodaß die Wiese davor dich bedrängt voll war. Unter der Leitung der Stipendiatin Samira Nasser nahm das Orchester die viele Zuhörer mit auf eine Reise durch 1001 Nacht. Nach einer Zugabe wollte der Beifall nicht enden. Alles in allem: Einfach schön.
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Immer neue Notizen aus der Provinz
Themen heute: Trauer um Karin Seilheimer-Sersal, Veränderungen im Rat und der Bezirksvertretung Mitte, Pflanzkübel, die wandern, Landtagswahl, Glückwünsche nach Graz, Lachse in der Wupper, was zu Teo-Otto.
Gestern, Donnerstag 2. Juli 2026 wurde der Wechsel in der Linksfraktion im Rat der Stadt vollzogen. Bjarne Lattmann hatte das Mandat zurückgegeben. Für ihn ist Hannah Bender nachgerückt. Sie wurde zu Beginn der Sitzung von Oberbürgermeister Flemm auf die Landesverfassung verpflichtet, wie im Foto festgehalten. Wir gratulieren herzlich.
Wir müssen diese traurige Nachricht weitergeben: Die Genossin Karin Seilheimer-Sersal ist leider verstorben. Karin, die uns bestens bekannt war, war langjährig linke Kommunalpolitikerin; mehrere Jahre im Rat der Stadt, im Sozialausschuss und zuletzt in der Bezirksvertretung Solingen-Mitte. Die Sozialpolitik lag ihr besonders am Herzen. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen gab sie gerne an andere, Betroffende und Ratsuchende, weiter. Dabei schöpfte sie aus eigenem Erleben, weil selbst betroffen. Für die Linkspartei war sie deren Finanzbeauftragte. Die Linkspartei und die Fraktion verlieren mit Karins Tod eine engagierte und mit der Sache zutiefst verbundene Genossin. Der Trauer schließen wir uns gerne an.
Jetzt muss in der Bezirksvertretung jemand nachrücken.
Die Innenstadt soll mehr Grün erhalten. So ist es im Projekt City 2030 der ISEK (Innenstadtentwicklung) enthalten. Das Konzept stammt vom Studio Quack aus Köln. Von den Solingern konnte so was wohl nicht kommen? Jedenfalls werden morgen auf dem Fronhof 15 Pflanzkübel aufgestellt; sie sind beweglich und wandern dann weiter zum Fühlstein. Gute Maßnahme, die uns mahnt, dass es viel mehr Pflanzen, Bäume und Sträucher in der Stadt geben muss.
Die Linkspartei rüstet sich zur Landtagswahl nächstes Jahr. Im Wahlkreis 1 kandidiert die Genossin Alexandra Mehdi; ihre Partei hat sie auch als Spitzenkandidatur NRW nominiert. Im Wahlkreis Solingen 2 kandidiert der Genosse Rolf Breuer. Sie sind beide bei uns bestens bekannt. Wie wir hören, will die DKP ebenfalls zur Wahl antreten. Es wurde bereits zu einer Landeswahlversammlung eingeladen.
Wahlerfolg in Graz. Die Genossinnen und Genossen in Graz in Österreich haben einen Riesenerfolg erreicht: Die Genossin Elke Kahr wurde wieder zur Bürgermeisterin der Stadt gewählt. Die KPÖ erhielt die meisten Stimmen in der Stadt. Dahinter folgen ÖVP und Grüne. Wir gratulieren herzlich!
Auch in unseren Kreisen, die wir uns sehr sorgen um die uns umgebende Natur, im Wissen darum, dass wir Menschen selbst Teil dieser Natur sind, sollten hin und wieder Blicke werfen auf die Zustände eben dieser Natur, im Guten wie im Schlechten. Vom Guten wird in der Lokalpresse am 30.6. im Tageblatt berichtet über den Bergischen Fischereinverband. Dieser kümmert sich schon viele Jahre um den Fischbestand in der Wupper. Dieser war durch die Industriealisierung ganz oder fast ganz verschwunden. Kürzlich wurden 25.000 junge Meerforellen ausgesetzt; jetzt wieder 10.000 junge Lachse, die sie selbst nach ihrer Geburt ausgezogen hatten, bis sie 10 cm groß waren. Ausgesetzt jetzt in der Hoffnung, dass sie nach einem Jahr den Weg zurück finden vom Meer in die Wupper. Wie der Verein mitteilt, ist der Erfolg der Aktion bescheiden: Zu viele Gefahren lauern ihnen auf dem Rückweg. Dennoch haben sich der Fischbestand, die Fauna wie auch die Flora, dank des Menschen Hilfe zum Guten verbessert. Hoffnung also; den Aktiven gebührt Dank.
Wer war eigentlich dieser „Teo-Otto“ aus Remscheid, nach dem das Stadttheater Remscheid benannt ist, . Das Theater ist auch Spielort der hochgeschätzten Bergischen Symphoniker, die wir Solinger mit Remscheid „teilen“.
Teo Otto war Bühnenbildner in Berlin. Hatte am Bauhaus studiert. 1933 musste er vor den Nazis fliehen, ging in die Schweiz. Dort wurde er zum gefragtesten Bühnenbildner des deutschsprachigen Raum und arbeitete mit Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und vor allem Bertolt Brecht zusammen. Von Theo Otto stammt Idee des Bildes der „Mutter Courage“ mit dem berühmten Marketenderwagen. Teo Otto wurde schweizer Staatsbürger, blieb aber mit seiner Heimat verbunden. Er starb 1968. Bertolt Brecht widmete ihm die folgenden Zeilen:
„Theo schwanke nicht. Die Welt ist noch nicht am Ende. Und du stehst noch auf beiden Beinen. Und die Arbeit ist noch da. Der Plan ist noch nicht erfüllt. Die Zeit ist noch nicht vorbei“. (BB1956)
(Die Informationen sowie den Brecht-Text entnahmen wir der Zeitschrift der Regionale – Neues Sehen – Unterwegs im Bergischen Land- Seite 15, Beilage im Solinger Tageblatt am 4.7.26).
Vor 85 Jahren – Überfall auf die Sowjetunion
Am 22. Juni 1941, also vor 85 Jahren, überfielen die Truppen des faschistischen Deutschlands und seiner Verbündeten trotz des 1939 abgeschlossenen Nichtangriffspaktes die Sowjetunion. Fast 5 Millionen Soldaten, 47000 Geschütze, 4300 Panzer und 5000 Kampfflugzeuge setzten die Aggressoren in Marsch. Es gelang ihnen in den ersten Tagen weit ins Landesinnere vorzudringen. Die Rote Armee verlor bis Ende 1941 4,473 Millionen an Toten, Verwundeten und Gefangene. So wurden die Hauptkräfte der Roten Armee zunächst zerschlagen, aber keineswegs kampfunfähig. Es begann der Widerstand; die Truppen formierten sich; Partisanenverbände wurden gebildet. Am 5. Dezember 1941 begannen vor Moskau die sowjetischen Truppen – unter ihnen Arbeiterbataillone – zum ersten Mal in diesem Krieg eine groß angelegte Gegenoffensive. Die faschistischen Kräfte mussten sich zurückziehen. Die entscheidenden Schlachten, die die Wende brachten, fanden in Stalingrad 1942/März 1943 und im Kursker Bogen Juli 1943 statt. Aber bis zum 8. Mai 1945, dem Tage der endgültigen Zerschlagung des Hitlerreiches, war es noch ein opferreicher Weg. Über 27 Millionen Sowjetbürger fielen diesem Krieg zu Opfer, weite Teile des Landes waren verwüstet. Es bleibt eine unumstößliche Tatsache: Das Hauptkriegsziel Nazideutschlands war die Vernichtung der Sowjetunion. Darauf waren die Hauptkräfte konzentriert. So hatte die Sowjetunion die Hauptlast in Kampf gegen die Aggressoren, im Kampf gegen den Faschismus getragen. Dafür schulden wir für immer großen Dank.
Doch statt die Losung – Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg – zu beherzigen, ist nun Deutschland wieder im Krieg. Unter Bruch des Grundgesetzes sind deutsche Truppen in aller Welt unterwegs, für „Sicherung von Rohstoffen und Energiequellen“, Transportwegen und strategische Positionierungen. Die Bundesrepublik Deutschland will sogar (wieder;) die stärkste Militärmacht in Europa werden. Dafür werden ungeheure Finanzmittel aufgebracht, die in allen Öffentlichen Einrichtungen – von den Schulen bis zur Kultur – fehlen. Das ganze Land soll „kriegstüchtig“ werden, Russland ist wieder der Feind. Eine unheilvolle Entwicklung, die nur durch große, gemeinsame Anstrengungen aller Friedenskräfte gestoppt werden kann. Auch dies ist an diesem Jahrestag das Thema.
Ein Hoch der Provinz
Kleine und größere Notizen aus der Stadt und Umgebung
Im Graz in Österreich stehen am 28. Juni Gemeinderatswahlen an. Die KPÖ stellt dort die Mehrheit und die Bürgermeisterin, die Genossin Elke Kahr. Wir verfolgen mit großem Interesse das kommunale Geschehen in dieser Schönen Stadt, so auch jetzt den Verlauf ihres Wahlkampfes. Schon jetzt wünschen wir unseren Genossinnen und Genossen gute Erfolge – und Elke Kahr die Wiederwahl. Viel mehr ist zu lesen auf ihrer Internetseite.
Die Aktivitäten des neuen Bündnisses zur Verhinderung des Abrisses des Theater- und Konzerthauses finden immer mehr Interessenten. Die Petition haben jetzt schon über 2000 Menschen unterschrieben. Wir berichten über weitere Aktivitäten.
Die Stadt Solingen wurde vom WDR um eine Stellungnehme gebeten, was aber vom Rathaus abgeleht wurde. So viel zu Transparenz und Bürgernähe.
In der Ratsfraktion der Linkspartei gibt es Veränderungen. Bjarne Lettmann scheidet als Ratsmitglied aus. Wie er angibt, aus persönlichen Gründen. Wer für ihn nachrückt, haben wir noch nicht erfahren.
Abdullah Ibrahim gestorben
Mit 91 Jahren ist der berühmte südafrikanische Jazzmusiker gestorben. Mit seiner Musik hat er große Berühmtheit erreicht. Weltweit waren seine Konzerte die reinen Publikumsmagnete. Ibrahim verkörpere den afrikanischen Widerstand, die Apartheid. Seine Lieder wurden zu Hymnen der Antirassentrennungsbewegung. Sein Lied „Man(n)eberg“ ist da zuerst zu nennen. Es bezieht sich auf das Township Manneberg nahe Kapstadt, wohin coloureds zwangsumgesiedelt wurden.
1962 verlies er Südafrika, kehrte in den 90igern wieder zurück. Bei der Amtseinführung Nelson Mandelas 1999 sang er die Hynmen des Widerstands.
Platten und CDs sind auch im Pläne-Verlag erschienen.
Wir erinnern uns gerne an diesen großen Menschen des Widerstands gegen die Unmenschlichkeit.
Georg Polikeit gestorben
Der von uns sehr geschätzte Genosse Polikeit aus Wuppertal ist tot. Wir trauern um ihn und schließen uns der Erklärung des Netzwerkes „Kommunistische Politik in der DKP“ an.
„Am Dienstag ist unser Genosse Georg Polikeit kurz vor seinem 97. Geburtstag gestorben.Viele von uns kennen ihn noch aus seiner Zeit als Chefredakteur der UZ von 1972 bis 1988, Er war der letzte noch Lebende aus der kleinen Gruppe um Kurt Bachmann, die die Neukonstituierung der DKP konkret vorbereitete. Er war dann Presse-sprecher bis 1972.
Die Entwicklung in Frankreich hat er immer mit großem Interesse begleitet, dazu viele Artikel, auch nach seiner UZ-Tätigkeit, selber geschrieben und aus dem Französischen übersetzt. Seit der Gründung war er mit unserem Netzwerk Kommunistische Politik verbunden und hat dessen Arbeit mitgeprägt, so-lange es ihm möglich war. Bis zu seinem Tod hat er die Arbeit und die Diskussionen des Netzwerks begleitet“.
Mit ihm verlieren wir einen kenntnisreichen Genossen, der mit seiner solidarischen Art und Diskussionsweise zur Entwicklung kommunistischer Politik beigetragen hat.
Seiner Tochter Anne und seinem Sohn Uwe sprechen wir unser tiefes Mitgefühl aus.
Wir fügen hier einen Vortrag ein, den der Genosse Polikeit bei uns in Solingen gehalten hat. Thema: 100 Jahre KPD.
Die Provinz im Juni
Die Bewegung für den Erhalt des Theater- und Konzerthaus nimmt Fahrt auf. Schon viele Stimmen waren zu hören oder zu lesen. Auch von uns ein Leserbrief. Es gibt ein hervorragendes Unterstützervideo. Am 27. Mai haben sich Menschen zusammengesetzt und eine Initiative gegründet, die Unterschriften sammelt und dann zu Aktionen mobilisiert. Wir berichteten über das Haus und die ganze Sache. Der Link zu Material und der Unterschriftenliste ist siehe unten zu haben.
Wem gehört unsere Stadt. den Bürgern oder dem Kapital in Gestalt von Gesellschaften, Holdings, Kapitalgruppen, Kapitalistenclans usw. Philipp Müller hat im Tageblatt dazu eine ausgezeichnete Recherche veröffentlicht, die die Frage weitgehend beantwortet. Wer die Sache durch die Marx-Brille sieht, weiß schon lange, dass im Kapitalismus eben alles zur Ware wird. Was nicht zu Fatalismus führen soll. Nur, was setzt wer gegen wenn? Der Redakteur erwähnt schon mal das kommunale Eigentum, zum Beispiel die Stadtsparkasse – oder die Spar- und Bauvereine, die in Solingen lange und große Tradition haben. Sie bieten zu günstigen Preise auf solider Basis Wohnungen an. Sie sind vorbildliche und von uns bevorzugute Macher an der Wohnungspolitik.
Nachrichten aus der Provinz
Großartiges vom Klinikum / Tag der Demokratie
Eine große Ungerechtigkeit in der Stadt ist abgeschafft: Die Auslagerung von Teilen des Klinikums in eine „Servicegesellschaft“, deren Beschäftigte dann schlechter bezahlt werden, ist abgeschafft. Gestern abend erreichte uns die entsprechende Information.
Vorangegangen ist eine lange Auseinandersetzung darüber. Es wurde sich mit dem Argument auseinandergesetzt, das brächte eine wesentliche Ersparnis für das Klinikums und könne das Überleben als kommunales Krankenhaus sichern. Mit Unterstützung von verdi und u. a. der Linkspartei, mit Aktionen, Demonstrationen und starken Auftritten, zuletzt beim 1. Mai, konnte viel Wirbel und damit gewaltiger Druck zeugt werden.
Bei der letzten Ratsitzung wurde ein unterstützender Antrag der Linkspartei mehrheitlich nicht beschlossen – das zeigt das Desinteresse fast aller Rathausgruppen an der Sache. Ganz unrühmlich hat sich wieder mal die SPD verhalten; keine Unterstützung von dort. Die SPD hatte seinerzeit auch der Einrichtung des „Servicegesellschaft“ zugestimmt.
Das Abschaffen der „Servicegesellschaft“ ist ein großer Erfolg für die Beschäftigten, zeigt, dass Druck notwendig ist, um eine gute Sache zu erreichen. Allen Beteiligten gebührt großer Dank.
Anzumerken ist, dass die Beschäftigten ab Oktober in den Tarifververtrag Öffentlicher Dienst (TVÖD) eingegliedert werden und es in den nächsten 10 Jahren keine betriebsbedingten Kündigungen sowie auch keine erneute „Servicegesellschaft“ mehr geben darf.
Die Presseerklärung der Linkspartei zum Thema „Service-Gesellschaft“ ist hier:
Am 23. Mai wurde der „Tag der Demokratie“ begangen in Erinnerung an den Tag 1949, als Adenauer das Grundgesetz unterschrieben hatte. Nach Billigung der Westalliierten konnte es in Kraft treten. Wir lassen keinen Zweifel daran, dass wir zur Verfassung und den darin formulierten Grundwerten stehen und diese immer verteidigen werden. Wobei die Frage angebracht ist, ob das Volk wirklich regiert (Alle Staatsgewalt geht vom Volk aus), oder ob nicht die großen Konzern, die Banken und die Superreichen die Dominierenden sind. Unter diesem Aspekt möchten wir die Worte von Willy Brandt aufgreifen und sie auf die heutigen Verhältnisse übertragen „Mehr Demokratie wagen!“.
„Bunt statt braun“ mit Unterstützerinnen und Unterstützer hatte mit zwei Ständen in der Stadt und dem Aufreten des Demokratie-Hai von Jacques Tilly aus Düsseldorf den Tag würdig dargestellt.
Mitte Mai – Splitter aus der Provinz
Von Solingen, und was es zu bieten hat – das Zentrum für Verfolgte Künste – ist Union Solingen wieder auferstanden?/Tränen der Begeisterung über das Geschehen um das Rund – Trauriges aus der Partnerstadt – das Theater- und Konzerthaus ist in aller Munde –
Wer auswärtig ist, sei gesagt: Solingen hat vieles zu bieten. Geschichte und Tradition, schöne Ecken, wie zum Beispiel die Stadtteile Gräfrath und Wald, die Müngstener Brücke mit dem Büdchen der Familie Böhm darunter, (die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, erbaut 1897, 107 Meter lang, mit Ambition auf Weltkulturerbe). Und die Nähe der Natur, die Wälder und Bachtäler, nicht zu vergessen.
Das Zentrum für Verfolgte Künste ist einmalig. Eine Sammlung von allem, was die Kunst zu diesem Thema geschaffen hat, sofern es erreichbar war. Das ist viel und sehr empfehlenswert. Mehr im Internet. Und immer wieder Sonderausstellungen und Veranstaltungen. Hier zur Zeit die Veranstaltung „Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf! Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen“. Und vieles mehr.
Auch das Max-Leven-Zentrum ist erwähnenswert. Es erinnert an die Räume der Redaktion der „Bergischen Arbeiterstimme“ und den Redakteur, den Kommunisten Max Leven, der von den Nazis ermordet wurde.
Geschockt oder nicht: In einer Partnerstadt, Aue-Schema in Sachsen, sind die Faschisten ganz oben auf. Bei der OB-Wahl am vergangenen Sonntag erreichte ein Bewerber aus den Reihen der „Freien Sachsen“, einer eindeutig faschistischen Gruppierung, 29 % der Stimmen und damit den ersten Platz. Es folgt ein CDU-Mann mit 23,6 %. Nennenswert sind die 18,5 % für den AfD-Mann. Die wackere Linkspartei ging mit 6,4 % aus dem Rennen hervor. Es gibt eine Stichwahl.
Wenn man’s auch kleinteilig akzeptiert und ein Minimum auf den Fußball schaut oder einfach nur etwas lokal eingestellt ist, der horcht auf bei der Meldung vom Montag, den 11.5.26: „Über 1000 Fans bejubeln Oberligisten 03“. (Tageblatt). Es wird berichtet: „Die Klingenstadt ist durch die Sportvereinigung (Wald) nach 16 Jahren in die fünfthöchste Spielklasse des deutschen Fußballs zurückgekehrt. Mit dem 3:1 .. Erfolg über Kosova Düsseldorf kannte die Freude…“. Die Rede ist auch von Tränen in den Augen und zittriger Stimme des Vereinspräsidenten, als er das Siegesergebnis kommentieren durfte. … Ja, das ist doch was – oder nicht?







