Wer sich dazu einbringen möchte, ist zu nächsten Treffen des sich formierenden Bündnisses eingeladen am kommenden Montag, den 27. Juli um 18.45 Uhr am Haupteingang des Klinikum. Beginn 19 Uhr im Büro des Betriebsrates.
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Wieder in der Provinz
Die Wogen um das Theater- und Konzerthaus gehen weiterhin hoch. Die Abrissgegner haben bereits über 2400 Unterschriften gesammelt. Kann gut sein, dass die SPD auch einen festen Abriss-Nein-Standpunkt findet. Die Experten der Verwaltung lassen die Architekten fleißig ins Horn blasen, das T&K sei total marode, Abriss alternativlos. Einwand: Das zielgerichtete Schlechtreden einer Sache hat Tradition. Immerhin handelt es sich um ein Giga-Projekt: Theaterabriss und Neubau, Aufbau der Zentralfeuerwache, Abriss der Feuerwachen Wald und Katernbergerstraße. Da winkt für die Architekten schon ein gewaltiges Sümmchen an Honorar. Nach der offiziellen Rechnung soll die positive Auswirkung auf den Haushalt nach Abschluß des Riesenprojekts (irgendwann) erst nach vielen Jahren sein. Davor müssen stadtseitig hunderte Millionen aufgebracht werden und das natürlich mit erheblichen Zinsen. Und das bei der nicht nur für Solingen katastrophalen Finanzlage. Wo die bescheidenen Finanzmittel dringend für andere Dinge gebraucht würden. (Bildung, Kultur, Nahverkehr usw.) Damit gerät die Sache ohnehin ins Absurde. Wir haben es mit Milchmädchenrechnungen und Luftschlösser zu tun.
Die aktuelle Erklärung der Linkspartei zum Thema fasst alles zusammen. Hier ist sie:
Wieder gehts um T&K: Erstmals in der für uns überschaubaren Geschichte des Solinger Partamentarismus gibt es in der Sommerferienzeit eine Sondersitzung des Rats. Am Montag, den 20. Juli, beantragt von der AfD. Sie stellen den Antrag, dass sofort mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie für das T&K begonnen wird, und zwar mit der Variante Einbeziehung des P&C-Gebäudes für das Theater. Ferner wurden als TO-Punkte beantragt: Satzung der Stadt Solingen sowie „Situation der Solinger Schulen“. An diesem Punkt geht es ihnen um die Regenbogenfahnen oder Pride-Fahnen vor den Schulen. Wir werden berichten.
Sorgen bereitet die Sicherheit, konkret die geplante neue Feuerwehrleitstelle für die Städte Solingen und Wuppertal. Eine solche existiert, ist aber zu klein und möglichen erhöhten Anforderungen in der Zukunft nicht gewachsen. Den Befürwortern steht die Katastrophe im Ahrtal vor zwei Jahren vor Augen. Eine Leitstelle wie geplant, der Neubau, kostet ca. 50 Millionen; die Krankenkassen sollten sich daran beteiligen. Was diese nun abgelehnt haben. Die beiden Städte allein können das nicht bezahlen, wie aus den Rathäusern mitgeteilt wird. So ist das Projekt vorerst gestrichen. Wirft viele Fragen auf.
Jetzt ist die Sondersitzung des Rats gewesen. (20. Juli). Sie begann mit einer Erklärung des Fraktionsvorsitzenden der SPD, Ernst Lauterjung. Er argumentierte, die Sitzung sei überflüssig, es sei mit demokratischer Mehrheit beschlossen worden, das Thema T&K nach den Ferien zu behandeln und dazu zu beschließen. Noch seien zu viele Fragen offen, diese müssen ohne Zeitdruck noch geklärt werden. Immerhin handele es sich um ein Millionenprojekt, das zu behanden größte Sorgfalt bedürfe. Das und die weiteren AfD-Anträge wurden vertagt. Von bestimmter Bisanz war der vom AfD-Mann eingangs gestellte Geschäftsordnungantrag zur TO: Angesichts des historischen Datums, der 20. Juli, solle eine Gedenkminute stattfinden für die damaligen Helden und alle Widerstandskämpfer und alle Opfer der Nazigewalt. Inhaltlich geäußert hat sich dazu aus dem Rat niemand. Es ist eine Frechheit, dass von einer Partei, die für die extreme Rechte steht, für Rassismus, Ausländerfeindlichkeit, Bekämpfung von Andersdenkenden sowohl politisch als auch in anderen Lebenssphären, ein solches Ansinnen kommt. Der AfD-Antrag wurde nicht behandelt.
Bleibt noch anzumerken, dass heute in Berlin am Bendlerblock sich ganz Ähnliches abgespielt hat: Dort wollte jemand bei der Gedenkfeier ein Kranz der AfD niederlegen. Ein anwesender Nachfahre von Stauffenberg duldete das nicht – mit einem Handgemenge war auch das erledigt. Mit solchen Provokationen werden wir es in der Zukunft verstärkt zu tun haben.
Erinnerung an Spanien 1936
Wir erinnern an den Beginn des Spanischen Krieg zur Verteidigung der Republik heute vor 90 Jahren. In unserer sozialistischen und kommunistischen Kultur haben das Ereignis und die vielen Genossinnen und Genossen, die der bedrohten Republik in ihrem Kampf Beistand leisteten, einen festen Platz.
Am 16. März 1936 siegte die linke Volksfront in den Parlamentswahlen, wenn auch knapp mit 150.000 Stimmen. Land- und Fabrikarbeiter sahen sich in ihren sozialen Forderungen gestärkt und reagierten mit Streiks und Landbesetzungen, um ihren Anliegen Nachdruck zu verleihen. Die Rechten im Bündnis mit dem katholischen Klerus machten ihrerseits mobil mit gezieltem Terror. Das Gespenst der „kommunistischen Machtergreifung“ wurde beschworen. Auch weite Teile des Militärs stellten sich gegen die Republik. An ihrer Spitze einer der bekanntesten Generäle, Francisco Franco, der bei den Kolonialtruppen in Spanisch-Marokko stationiert war. Von dort aus wurde am 18. Juli 6 Uhr morgens das Signal zum Aufstand gegeben mit dem Rundfunksignal „Über ganz Spanien wolkenloser Himmel“.
Die Zentralregierung erkannte die bedrohliche Lage zu spät. Man rief dazu auf, dem gewohnten Alltag nachzugehen. Dennoch kam es zu Widerstandsaktionen gegen den Putsch von Teilen des Miltärs und Arbeitermilizen; in vielen Städten wurden die Kasernen belagert. So scheitere der Putsch in Madrid, Valencia und Barcelona sowie auf der Insel La Palma. Putschisten erhielten sofort fianzielle und logitische Unterstzung aus Hitlerdeutschland und Mussolini-Italien.
Die Gegner der Faschisten blieben in der schlechteren Position; Frankreich, England und die USA beschlossen eine „Nichteinmisches-Blockade“. Nur Mexiko und die Sowjetunion unterstützten die Kämpfenden, die UdSSR ab Herbst 1936 mit Waffen.
Demokraten, Sozialisten und Kommunisten in allen Ländern waren ergriffen von der Dramatik, die sich auf der Iberischen Halbinsel anspielte; sie erkannten die Gefahr, die der demokratischen Republik drohte. Dem Ruf, in der Stunde der Not zur Hilfe zu kommen, folgten Tausende aus vielen Ländern. Als antifaschistische Freiwillige bildeten sie Internationalen Brigaden. An ihren heldenhaften Kampf erinnern wir uns. Diese Erinnerung ist ein wichtiges Stück unserer demokratischen, sozialistischen und kommunistischen Tradition. In unseren Liedern zum Beispiel haben sie einen festen Platz.
Wir in Solingen denken an „unsere“ Spanienkämpfer, zuerst genannt der Genosse Ernst Buschmann, dann Theo Deis, Julius Kaupe und Felix Meschkuleit. Elf Solinger gingen nach Spanien, vier von ihnen kamen bei den Kämpfen ums Leben. (Die Namen haben wir vom Max-Leven-Zentrum).
Die Kuba-Blockade endlich beenden!
Weltweit erfährt Kuba eine Welle der Solidarität. Die unmenschliche Blockade der USA schnürt das Land und seine Menschen buchstäblich ab und beraubt sie um das Lebensnotwendige. Wir dokumentieren hier die Erklärung der FIR, die internationale Organisation der ehemaligen Widerstandskämpfer und Partisanen.
Die Provinz erinnert an eine Revolution und anderes. Juli in der Hitze
Wir begehen den Jahrestag der Großen Revoution der Franzosen am 14. Juli 1789. Die großen Erwartungen, die mit „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ verbunden waren und sind, haben sich bisher nicht erfüllt. Trotzdem hat dieses Großereignis Gewaltiges geleistet: Die Dominanz der feudal-klerikalen Produktionsweise erhielt ein Schlag. Das Mittelalter ging zu Ende. Neue Produktionsverhältnisse, die die Veränderungen antrieben, erhielten Wurzeln und erste Formen. Bezeichnend ist, dass das alte System sich wehrte; fortan stand die ganze europäische Reaktion gegen die Kräfte des Umbruchs in Frankreich auf. Die Interventionskriege begannen. Dennoch war der politische Umbruch deutlich zu spüren. So u. a. mit dem Versuch der ersten bürgerlich-demokratischen Republik in Mainz. Erinnern wir uns, was unsere Vorfahren Großartiges geleistet haben. Es bleibt unserer Aufgabe, den Hauch der Revolution der Franzosen immer wieder aufzugreifen und mit Leben zu erfüllen.
Zurück in die Niederungen, die auch Schönes und Positives zu bieten hat. So ist das Trassenfest voll gelungen. Dieses Ereignis, was als Ersatz für die abschaffte „Kulturnacht“ eingerichtet wurde, zog Tausende an; Stände und Darbietungen aller Art entlang der Trasse vom Südpark bis zum Botanischen Garten. Und das alles bei brütender Hitze. Wir können von einem Höhepunkt berichten: Auf einer riesigen Bühne im Südpark gaben die Bergischen Symponiker ein Konzert, was so viele Menschen anzog, sodaß die Wiese davor dich bedrängt voll war. Unter der Leitung der Stipendiatin Samira Nasser nahm das Orchester die viele Zuhörer mit auf eine Reise durch 1001 Nacht. Nach einer Zugabe wollte der Beifall nicht enden. Alles in allem: Einfach schön.
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Immer neue Notizen aus der Provinz
Themen heute: Trauer um Karin Seilheimer-Sersal, Veränderungen im Rat und der Bezirksvertretung Mitte, Pflanzkübel, die wandern, Landtagswahl, Glückwünsche nach Graz, Lachse in der Wupper, was zu Teo-Otto.
Gestern, Donnerstag 2. Juli 2026 wurde der Wechsel in der Linksfraktion im Rat der Stadt vollzogen. Bjarne Lattmann hatte das Mandat zurückgegeben. Für ihn ist Hannah Bender nachgerückt. Sie wurde zu Beginn der Sitzung von Oberbürgermeister Flemm auf die Landesverfassung verpflichtet, wie im Foto festgehalten. Wir gratulieren herzlich.
Wir müssen diese traurige Nachricht weitergeben: Die Genossin Karin Seilheimer-Sersal ist leider verstorben. Karin, die uns bestens bekannt war, war langjährig linke Kommunalpolitikerin; mehrere Jahre im Rat der Stadt, im Sozialausschuss und zuletzt in der Bezirksvertretung Solingen-Mitte. Die Sozialpolitik lag ihr besonders am Herzen. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen gab sie gerne an andere, Betroffende und Ratsuchende, weiter. Dabei schöpfte sie aus eigenem Erleben, weil selbst betroffen. Für die Linkspartei war sie deren Finanzbeauftragte. Die Linkspartei und die Fraktion verlieren mit Karins Tod eine engagierte und mit der Sache zutiefst verbundene Genossin. Der Trauer schließen wir uns gerne an.
Jetzt muss in der Bezirksvertretung jemand nachrücken.
Die Innenstadt soll mehr Grün erhalten. So ist es im Projekt City 2030 der ISEK (Innenstadtentwicklung) enthalten. Das Konzept stammt vom Studio Quack aus Köln. Von den Solingern konnte so was wohl nicht kommen? Jedenfalls werden morgen auf dem Fronhof 15 Pflanzkübel aufgestellt; sie sind beweglich und wandern dann weiter zum Fühlstein. Gute Maßnahme, die uns mahnt, dass es viel mehr Pflanzen, Bäume und Sträucher in der Stadt geben muss.
Die Linkspartei rüstet sich zur Landtagswahl nächstes Jahr. Im Wahlkreis 1 kandidiert die Genossin Alexandra Mehdi; ihre Partei hat sie auch als Spitzenkandidatur NRW nominiert. Im Wahlkreis Solingen 2 kandidiert der Genosse Rolf Breuer. Sie sind beide bei uns bestens bekannt. Wie wir hören, will die DKP ebenfalls zur Wahl antreten. Es wurde bereits zu einer Landeswahlversammlung eingeladen.
Wahlerfolg in Graz. Die Genossinnen und Genossen in Graz in Österreich haben einen Riesenerfolg erreicht: Die Genossin Elke Kahr wurde wieder zur Bürgermeisterin der Stadt gewählt. Die KPÖ erhielt die meisten Stimmen in der Stadt. Dahinter folgen ÖVP und Grüne. Wir gratulieren herzlich!
Auch in unseren Kreisen, die wir uns sehr sorgen um die uns umgebende Natur, im Wissen darum, dass wir Menschen selbst Teil dieser Natur sind, sollten hin und wieder Blicke werfen auf die Zustände eben dieser Natur, im Guten wie im Schlechten. Vom Guten wird in der Lokalpresse am 30.6. im Tageblatt berichtet über den Bergischen Fischereinverband. Dieser kümmert sich schon viele Jahre um den Fischbestand in der Wupper. Dieser war durch die Industriealisierung ganz oder fast ganz verschwunden. Kürzlich wurden 25.000 junge Meerforellen ausgesetzt; jetzt wieder 10.000 junge Lachse, die sie selbst nach ihrer Geburt ausgezogen hatten, bis sie 10 cm groß waren. Ausgesetzt jetzt in der Hoffnung, dass sie nach einem Jahr den Weg zurück finden vom Meer in die Wupper. Wie der Verein mitteilt, ist der Erfolg der Aktion bescheiden: Zu viele Gefahren lauern ihnen auf dem Rückweg. Dennoch haben sich der Fischbestand, die Fauna wie auch die Flora, dank des Menschen Hilfe zum Guten verbessert. Hoffnung also; den Aktiven gebührt Dank.
Wer war eigentlich dieser „Teo-Otto“ aus Remscheid, nach dem das Stadttheater Remscheid benannt ist, . Das Theater ist auch Spielort der hochgeschätzten Bergischen Symphoniker, die wir Solinger mit Remscheid „teilen“.
Teo Otto war Bühnenbildner in Berlin. Hatte am Bauhaus studiert. 1933 musste er vor den Nazis fliehen, ging in die Schweiz. Dort wurde er zum gefragtesten Bühnenbildner des deutschsprachigen Raum und arbeitete mit Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt und vor allem Bertolt Brecht zusammen. Von Theo Otto stammt Idee des Bildes der „Mutter Courage“ mit dem berühmten Marketenderwagen. Teo Otto wurde schweizer Staatsbürger, blieb aber mit seiner Heimat verbunden. Er starb 1968. Bertolt Brecht widmete ihm die folgenden Zeilen:
„Theo schwanke nicht. Die Welt ist noch nicht am Ende. Und du stehst noch auf beiden Beinen. Und die Arbeit ist noch da. Der Plan ist noch nicht erfüllt. Die Zeit ist noch nicht vorbei“. (BB1956)
(Die Informationen sowie den Brecht-Text entnahmen wir der Zeitschrift der Regionale – Neues Sehen – Unterwegs im Bergischen Land- Seite 15, Beilage im Solinger Tageblatt am 4.7.26).
Vor 85 Jahren – Überfall auf die Sowjetunion
Am 22. Juni 1941, also vor 85 Jahren, überfielen die Truppen des faschistischen Deutschlands und seiner Verbündeten trotz des 1939 abgeschlossenen Nichtangriffspaktes die Sowjetunion. Fast 5 Millionen Soldaten, 47000 Geschütze, 4300 Panzer und 5000 Kampfflugzeuge setzten die Aggressoren in Marsch. Es gelang ihnen in den ersten Tagen weit ins Landesinnere vorzudringen. Die Rote Armee verlor bis Ende 1941 4,473 Millionen an Toten, Verwundeten und Gefangene. So wurden die Hauptkräfte der Roten Armee zunächst zerschlagen, aber keineswegs kampfunfähig. Es begann der Widerstand; die Truppen formierten sich; Partisanenverbände wurden gebildet. Am 5. Dezember 1941 begannen vor Moskau die sowjetischen Truppen – unter ihnen Arbeiterbataillone – zum ersten Mal in diesem Krieg eine groß angelegte Gegenoffensive. Die faschistischen Kräfte mussten sich zurückziehen. Die entscheidenden Schlachten, die die Wende brachten, fanden in Stalingrad 1942/März 1943 und im Kursker Bogen Juli 1943 statt. Aber bis zum 8. Mai 1945, dem Tage der endgültigen Zerschlagung des Hitlerreiches, war es noch ein opferreicher Weg. Über 27 Millionen Sowjetbürger fielen diesem Krieg zu Opfer, weite Teile des Landes waren verwüstet. Es bleibt eine unumstößliche Tatsache: Das Hauptkriegsziel Nazideutschlands war die Vernichtung der Sowjetunion. Darauf waren die Hauptkräfte konzentriert. So hatte die Sowjetunion die Hauptlast in Kampf gegen die Aggressoren, im Kampf gegen den Faschismus getragen. Dafür schulden wir für immer großen Dank.
Doch statt die Losung – Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg – zu beherzigen, ist nun Deutschland wieder im Krieg. Unter Bruch des Grundgesetzes sind deutsche Truppen in aller Welt unterwegs, für „Sicherung von Rohstoffen und Energiequellen“, Transportwegen und strategische Positionierungen. Die Bundesrepublik Deutschland will sogar (wieder;) die stärkste Militärmacht in Europa werden. Dafür werden ungeheure Finanzmittel aufgebracht, die in allen Öffentlichen Einrichtungen – von den Schulen bis zur Kultur – fehlen. Das ganze Land soll „kriegstüchtig“ werden, Russland ist wieder der Feind. Eine unheilvolle Entwicklung, die nur durch große, gemeinsame Anstrengungen aller Friedenskräfte gestoppt werden kann. Auch dies ist an diesem Jahrestag das Thema.
Ein Hoch der Provinz
Kleine und größere Notizen aus der Stadt und Umgebung
Im Graz in Österreich stehen am 28. Juni Gemeinderatswahlen an. Die KPÖ stellt dort die Mehrheit und die Bürgermeisterin, die Genossin Elke Kahr. Wir verfolgen mit großem Interesse das kommunale Geschehen in dieser Schönen Stadt, so auch jetzt den Verlauf ihres Wahlkampfes. Schon jetzt wünschen wir unseren Genossinnen und Genossen gute Erfolge – und Elke Kahr die Wiederwahl. Viel mehr ist zu lesen auf ihrer Internetseite.
Die Aktivitäten des neuen Bündnisses zur Verhinderung des Abrisses des Theater- und Konzerthauses finden immer mehr Interessenten. Die Petition haben jetzt schon über 2000 Menschen unterschrieben. Wir berichten über weitere Aktivitäten.
Die Stadt Solingen wurde vom WDR um eine Stellungnehme gebeten, was aber vom Rathaus abgeleht wurde. So viel zu Transparenz und Bürgernähe.
In der Ratsfraktion der Linkspartei gibt es Veränderungen. Bjarne Lettmann scheidet als Ratsmitglied aus. Wie er angibt, aus persönlichen Gründen. Wer für ihn nachrückt, haben wir noch nicht erfahren.
Abdullah Ibrahim gestorben
Mit 91 Jahren ist der berühmte südafrikanische Jazzmusiker gestorben. Mit seiner Musik hat er große Berühmtheit erreicht. Weltweit waren seine Konzerte die reinen Publikumsmagnete. Ibrahim verkörpere den afrikanischen Widerstand, die Apartheid. Seine Lieder wurden zu Hymnen der Antirassentrennungsbewegung. Sein Lied „Man(n)eberg“ ist da zuerst zu nennen. Es bezieht sich auf das Township Manneberg nahe Kapstadt, wohin coloureds zwangsumgesiedelt wurden.
1962 verlies er Südafrika, kehrte in den 90igern wieder zurück. Bei der Amtseinführung Nelson Mandelas 1999 sang er die Hynmen des Widerstands.
Platten und CDs sind auch im Pläne-Verlag erschienen.
Wir erinnern uns gerne an diesen großen Menschen des Widerstands gegen die Unmenschlichkeit.
Georg Polikeit gestorben
Der von uns sehr geschätzte Genosse Polikeit aus Wuppertal ist tot. Wir trauern um ihn und schließen uns der Erklärung des Netzwerkes „Kommunistische Politik in der DKP“ an.
„Am Dienstag ist unser Genosse Georg Polikeit kurz vor seinem 97. Geburtstag gestorben.Viele von uns kennen ihn noch aus seiner Zeit als Chefredakteur der UZ von 1972 bis 1988, Er war der letzte noch Lebende aus der kleinen Gruppe um Kurt Bachmann, die die Neukonstituierung der DKP konkret vorbereitete. Er war dann Presse-sprecher bis 1972.
Die Entwicklung in Frankreich hat er immer mit großem Interesse begleitet, dazu viele Artikel, auch nach seiner UZ-Tätigkeit, selber geschrieben und aus dem Französischen übersetzt. Seit der Gründung war er mit unserem Netzwerk Kommunistische Politik verbunden und hat dessen Arbeit mitgeprägt, so-lange es ihm möglich war. Bis zu seinem Tod hat er die Arbeit und die Diskussionen des Netzwerks begleitet“.
Mit ihm verlieren wir einen kenntnisreichen Genossen, der mit seiner solidarischen Art und Diskussionsweise zur Entwicklung kommunistischer Politik beigetragen hat.
Seiner Tochter Anne und seinem Sohn Uwe sprechen wir unser tiefes Mitgefühl aus.
Wir fügen hier einen Vortrag ein, den der Genosse Polikeit bei uns in Solingen gehalten hat. Thema: 100 Jahre KPD.





