Vor 85 Jahren – Überfall auf die Sowjetunion

Am 22. Juni 1941, also vor 85 Jahren, überfielen die Truppen des faschistischen Deutschlands und seiner Verbündeten trotz des 1939 abgeschlossenen Nichtangriffspaktes die Sowjetunion. Fast 5 Millionen Soldaten, 47000 Geschütze, 4300 Panzer und 5000 Kampfflugzeuge setzten die Aggressoren in Marsch. Es gelang ihnen in den ersten Tagen weit ins Landesinnere vorzudringen. Die Rote Armee verlor bis Ende 1941 4,473 Millionen an Toten, Verwundeten und Gefangene. So wurden die Hauptkräfte der Roten Armee zunächst zerschlagen, aber keineswegs kampfunfähig. Es begann der Widerstand; die Truppen formierten sich; Partisanenverbände wurden gebildet. Am 5. Dezember 1941 begannen vor Moskau die sowjetischen Truppen – unter ihnen Arbeiterbataillone – zum ersten Mal in diesem Krieg eine groß angelegte Gegenoffensive. Die faschistischen Kräfte mussten sich zurückziehen. Die entscheidenden Schlachten, die die Wende brachten, fanden in Stalingrad 1942/März 1943 und im Kursker Bogen Juli 1943 statt. Aber bis zum 8. Mai 1945, dem Tage der endgültigen Zerschlagung des Hitlerreiches, war es noch ein opferreicher Weg. Über 27 Millionen Sowjetbürger fielen diesem Krieg zu Opfer, weite Teile des Landes waren verwüstet. Es bleibt eine unumstößliche Tatsache: Das Hauptkriegsziel Nazideutschlands war die Vernichtung der Sowjetunion. Darauf waren die Hauptkräfte konzentriert. So hatte die Sowjetunion die Hauptlast in Kampf gegen die Aggressoren, im Kampf gegen den Faschismus getragen. Dafür schulden wir für immer großen Dank.

Doch statt die Losung – Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg – zu beherzigen, ist nun Deutschland wieder im Krieg. Unter Bruch des Grundgesetzes sind deutsche Truppen in aller Welt unterwegs, für „Sicherung von Rohstoffen und Energiequellen“, Transportwegen und strategische Positionierungen. Die Bundesrepublik Deutschland will sogar (wieder;) die stärkste Militärmacht in Europa werden. Dafür werden ungeheure Finanzmittel aufgebracht, die in allen Öffentlichen Einrichtungen – von den Schulen bis zur Kultur – fehlen. Das ganze Land soll „kriegstüchtig“ werden, Russland ist wieder der Feind. Eine unheilvolle Entwicklung, die nur durch große, gemeinsame Anstrengungen aller Friedenskräfte gestoppt werden kann. Auch dies ist an diesem Jahrestag das Thema.