Noch ein Kalenderblatt

An diesem 18. März im Jahr 1871 übernahm die Nationalgarde die Macht in der Stadt Paris. Die „Pariser Kommune“ hatte begonnen. Zuvor hatte Frankreich den Krieg 1870/71 verloren, der französische Kaiser wurde von preußischen Truppen bei Sedan gefangen genommen. Der Machtkampf der Großmächte Ende des Jahrhunderts schien für Deutschland/Preußen entschieden, Elsaß und Lothringen wurden deutsch. Reste der französischen Armee blieben mobisisiert und vor allem durch preußische Militärmacht im Kampf unterstützt. Die arbeitende Bevölkerung der Stadt Paris widersetzten sich der Kapitulation, die Nationalgarde weigerte sich, die Kanonen auszuliefern. So bekam das Zentralkommitee der Nationalgarde die Oberhand. Es folgten Wahlen zum Rat der Pariser Kommune, deren Ergebnisse am 28. März verkündet wurden. Im Folgenden wurden eine Reihe von Maßnahmen beschlossen und in Kraft gesetzt, die die größte Not in der Bevölkerung lindern sollte. Doch die Regierung, die nach Versailles geflohen war, kämpfte mit allen Mitteln gegen die Kommune. Die dramatischen und folgenreichen Kampfe der Konterrevolution gegen Kommune und ihre Errungenschaften ging für die Kommune verloren. Die Sieger veranstalteten ein beispielloses Blutbad. Die letzten Kämpfe fanden am 27. und 28. Mai auf dem Friedhof Père-la-chaise statt. Die Gedenkstätte an der Mauer der Föderierten erinnert daran.

Marx und Engels und die Internationale berieten und unterstützen die Kommune und machten immer wieder auf deren Fehler und Versäumnisse aufmerksam. Dennoch standen sie uneingeschränkt an der Seite der arbeitenden Bevölkerung von Paris und ihrer Kommune. Sie nannten sie zu Recht von welthistorischer Bedeutung. In diesem Sinne bleiben diese Arbeiterregierung, ihre Leistungen und Opfer unvergessen.

Aus der Provinz und weiter

Ein Glanzstück, über das wir uns freuen können, wird 100! Es ist die Stadtbibliothek. Es gibt eine tiefe Verbundenheit dieser Einrichtung mit den Menschen unserer Stadt. „Kind und Kegel“ sind dort ein und ausgegangen und damit aufgewachsen. Nicht ohne Stolz berichtet die Leiterin im Kulturausschuss von Vergangenheit, Gegenwart und den Projekten der Zukunft. Es ist eine Erfolgsbilanz. Die Bücherei wurde mehrfach ausgezeichnet. Das Angebot sollte weiterhin auch sonntags zur Verfügung stehen. Sonntagsöffnung auf der Basis von Automatisierung. Über die wechselvolle Geschichte wird in einer Veranstaltung am 3. Dez. der Stadtarchivar Ralf Rogge informieren und diskutieren.

Hier im Rathaus …

Suspendierung aufgehoben. Der Stadtdezernent für Sicherheit und Ordnung, Recht und Soziales wurde bekanntlich von der Bezirksregierung vom Dienst suspendiert. Er sei in das staatsanwaltliche Ermittlungsverfahren wegen der illegalen Beschaffung von Aufenthaltserlaubnissen für Wohlhabenden aus dem Ausland verwickelt. Diese sogenannte Schleuser-Affäre (wir berichteten) hat ziemliche Erschütterung ausgelöst. Man kann aber nicht sagen, die irgendwie einbezogene Stellen würden sich sehr um rasche Aufklärung bemühen. Der jetzige Zustand und die Aufhebung der Suspendierung des Herrn Welzel läßt eher vermuten, die Sache könne ausgehen wie das berühmte „Hornberger Schießen“.

Mittlerweile haben Herr Welzel mit Anwalt und die Solinger CDU mit Herrn Voigt gegenüber der Bezirksregierung und namentlich ihrem Präsidenten (von den Grünen) massive Geschütze aufgefahren. Die Brocken fliegen.

Der Internationale Frauentag wurde auch in Solingen begangen. Aufgerufen zur Demonstration hatte der Türkische Volksverein und die Alevitische Kulturgemeine. Gekommen waren ca. 100 Menschen u. a. von verdi, Internationales Frauenzentrum und Omas gegen Rechts, wie das Tageblatt notierte. Die DKP Solingen hatte ebenfalls aufgerufen und vorher einen Gruß an Frauen und Mädchen unserer Stadt verschickt.

Internationaler Frauentag 2026

Eine mutige Frau

Wir grüßen alle starken Frauen und Mädchen, die jetzt schon unterwegs sind und sich rühren, sich nicht abfinden mit Unrecht, das ihnen angetan wird. Ob im Kleinen, im Alltag, in der Familie gar, in Schule und Beruf – überall. Die erkennen, welchen Gefahren sie ausgesetzt sind, weltweit durch Klimakatastrophen und Krieg, Elend und Terror, Ereignisse, in denen Frauen und Kinder am meisten leiden, die ersten Opfer sind.

Der Internationionale Frauentag wendet sich auch diejenigen Frauen und Mädchen zu, die nicht erkennen, was geschieht oder sich noch hilflos fühlen, auch an jene, die noch blind sind und sich in dem aktuellen Mainstream treiben lassen. Warnungen vor der in Wahrheit brutalen Herrschaft der internationalen Konzerne, wie zum Beispiel durch Milliardärs-Mediengiganten, kommen noch nicht zu ihnen durch. Aber diese Kraken aller Schattierungen ergreifen Herzen und Hirne. Treiben besonders junge Menschen in immer heftigere Abhängikeiten und erniedrigen sie zu willenlosen Konsumenten in Scheinwelten..

Doch es gibt Widerstand.Und nicht wenig. Auch bei uns. Vor unserer Haustüre. Auf alle Aktiven richtet sich unser Blick auc h an diesem Internationalen Frauentag. Und das macht Mut.

Hier ist die Grußkarte der DKP Solingen zum diesjährigen Internationalen Frauentag.