Heute schreiben wir über Hitze, über Solingen wird Rüstungsstadt, über den Tod an der Münstener Brücke und den 100. Geburtstag des Commandanten Fidel.
Die Hitze ist nachmal schier unerträglich. Lechzen nach Schatten, Trinken, Wasser überhaupt. Die Katastrophe rollt vor unseren Augen ab. Sehen, wie alles vertrocknet, tut weh. Auch im Fernsehen viel größeres Drama. Es brennt allerorten. Die Stadt ist heiß. Angebote an Brunnen etc. – eher mau. Die Anfrage der Linksfraktion nach Sofortmaßnahmen, die Stadtseitig ergriffen werden, läuft ins Leere. Die Beantwortung des Fragenkatalogs wird auf September vertröstet! Aber jetzt ist es doch heiß! Die Verwaltung hat noch nichts gelernt.
Aber die Politik läuft weiter. Aufmerken läßt die Nachricht, die durch Rathaus und Fraktionen kursiert: Rheinmetall, die Todeswaffenschmiede aus Düsseldorf, beabsichtige eine Drohnenproduktion in Solingen zu schaffen. Eine Tochterfirma? Wird sich zeigen. Das gibt schon Anlaß, sich noch mehr Sorgen um unsere Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner zu machen. Wenn die Weltpolitik weiter so läuft mit Konflikten, Konfrontationen, Kriegen die mehr werden und immer mehr Menschen einbeziehen, dann erreicht die Bedrohnung nachzu alle Fleckchen der Erde. Eine Drohnenfabrik in Solingen wäre eine „wunderbare“ Zielscheibe. Wie andere militärische Orte hierzulande, Düsseldorf und Solingen daneben. Wir werden mit der Nase darauf gestoßen, wie eminent wichtig es wäre, endlich Schritte zur Dämpfung von Konflikten, zur Entspannung und Verständigung mit allen Ländern aufzuspüren und einzuleiten.
Tragisch und Wutmachend sind die Informationen, die wir aus betroffendem Munde und aus der Zeitung bekommen. Die Betreiber des Kiosk und des Minigolfplatzes erleben immer und immer wieder, wie Menschen mit Sturz von der Müngstener Brücke ihr Leben beenden. Unfassbar traurig. Effektive Sicherheitsmaßnahmen mittels Netzen werden von Verantwortlichen als undurchführbar bezeichnet. Das Tageblatt von heute (13. August) informiert. Mutmaßungen kursieren: Umfassende und stabile Netze könnten baulich-optisch die Chancen des Bauwerks auf „Weltkulturerbe“ schmälern.(??) So sieht dann die Kehrseite des Kulturerbe-Projektes aus. Eben, alles wird vermarktet …
Unser Progressive Kalender blinkt unaufhörlich und erinnert – Fidel hat 100!
Seit vor 67 Jahren die Rebellen in der Sierra Maestra Batista und seine Blutsaugerclique davon gejagt haben, geht der Kampf, damit es gelingen möge, eine wirklich demokratische und humanistische Gesellschaft aufzubauen. Kampf um eine wirkliche Zeitenwende. Heute können wir feststellen, dass die ganze fortschrittliche Welt Augen und Herz auf diese Karibikinsel richten und sich verbunden fühlen. Heute erst recht, da der US-Imperialismus alles dransetzt, dem Land und den Menschen die Luft zu atmen abzudrehen. Die Not ist gewaltig. Gewaltig aber auch die Entschlossenheit vieler Kubaninnen und Kubaner, ihr Erkämpftes zu verteidigen und alle Angriffe des Yankee-Systems abzuwehren. Unsere Solidarität ist gewiss – ganz im Sinne Fidels, der heute 100 geworden wäre.



