„…gegen die Ungerechtigkeit dieser Welt“

Das ist zu lesen auf der Gedenkplatte in Freiburg im Breisgau für den in Nicaragua von Contras ermordeten Kommunisten Berndt Koberstein. Geschehen genau heute vor 40 Jahren, am 28. Juli 1986. Wir erinnern uns an Berndt; es gab persönliche Beziehungen zu ihm.

Berndt K./Foto UZ

Berndt war zunächst als Teilnehmer der DKP-Brigade „Carlos Fonseca“ in Nicaragua; dann arbeitete er an dem Projekt einer Wasserleitung nahe des Ortes Wiwili, zum dem Freiburg partnerschaftliche Verbindungen aufbaute. Da war er mit Leib und Seele dabei. Hier konnte er sein ganzes Können als gelernter Maschinenschlosser einsetzen. Die Wasserleitung war zum Zeitpunkt seines Todes fast fertig. Sie ist heute noch in Betrieb und versorgt 10.000 Menschen mit sauberem Wasser. So ist diese Wasserleitung, die so vielen Menschen half und hilft, Berndts Lebenswerk geworden. Dort setzte er sein Herzblut ein und schließlich auch sein Leben.

Platte an der Wiwilbrücke in Freiburg /Foto privat

Die Wasserversorgung ist nach ihm benannt; ebenso eine Grundschule in der größeren Stadt Matagalpa. So ehrt ihn der Staat Nicaragua; die Stadt Freiburg tut sich sehr schwer, einen Kommunisten zu ehren. Aber eine breite Community sorgt schon dafür, dass dieser freundliche junge Mensch und Internationalist nicht vergessen wird. Vergessen ist auch nicht die Mordtat der von den USA gestützten Contras.