Nach viel Trauer und Nachdenklichkeit richten wir den Blick wieder auf den Alltag in unserer Stadt, die uns sehr viel bedeutet.
Das Tageblatt vom 22. August läßt aufhorchen: Auf Seite wird berichtet über ein Kinderfest im Stadtteil Ohligs, zum dem die Initativen „Oma gegen Rechts“ und „Parents for Future“ zwar dabei sein wollten, aber von den Veranstaltern wieder ausgeladen wurden. Die Gruppen wollten ein Demokratiespiel anbieten. (Solche Fragen: Hat Deutschland einen König? und „Wer in Deutschland besitzt besondere Würde, um vom Staat geschützt zu werden?) und ein Quiz zu den Themen Hitze, Wasser, Umwelt, Ernährung und Müll/Mülltrennung anbieten. Igittigitt – muss von Kindern ferngehalten werden.?
Die Jubelklänge der Feier 80 Jahre NRW sind verklungen; Medien und politische Öffentlichkeit richten wieder den Blick, jetzt besorgt, auf die Wahlen im Bundesland Sachsen-Anhalt am kommenden Sonntag. Trotzdem noch zu NRW: Wie erinnerlich, stand die KPD wie viele Menschen für ein vereintes demokratisches Deutschland. Nicht so die Eliten der Konservativen, die die Aufspaltung und Anlehnung an die „Westliche Wertegemeinschaft“ unter Führung der USA wünschten. Ganz in diesem Sinne verfügte die britische Besatzungsmacht am 19. Juli 1946 das Zusammenlegung der Provinzen Nordrhein und Westfalen zu einem Bundesland. In der Hauptausschusssitzung des Provinzialbeirats nahm für die KPD der Genosse Hugo Paul dazu Stellung und erklärte, ‚dies sei ‚ein erster Schritt und ein Versuch, Deutschland zu spalten‘. Es sei “ überraschend, ohne Kenntnis und Befragung der demokratischen Parteien“ geschehen. Der ablehnende Linie folgte die KPD, stellte sich aber dennoch im Interesse der arbeitenden Bevölkerung einer Landesregierung zur Verfügung. Minister der KPD wurden die Genossen Heinz Renner aus Essen und Hugo Paul aus Hagen. Ministerpräsident wurde der Konservative Rudolf Amelunxen.