Wir erinnern an den Beginn des Spanischen Krieg zur Verteidigung der Republik heute vor 90 Jahren. In unserer sozialistischen und kommunistischen Kultur haben das Ereignis und die vielen Genossinnen und Genossen, die der bedrohten Republik in ihrem Kampf Beistand leisteten, einen festen Platz.
Am 16. März 1936 siegte die linke Volksfront in den Parlamentswahlen, wenn auch knapp mit 150.000 Stimmen. Land- und Fabrikarbeiter sahen sich in ihren sozialen Forderungen gestärkt und reagierten mit Streiks und Landbesetzungen, um ihren Anliegen Nachdruck zu verleihen. Die Rechten im Bündnis mit dem katholischen Klerus machten ihrerseits mobil mit gezieltem Terror. Das Gespenst der „kommunistischen Machtergreifung“ wurde beschworen. Auch weite Teile des Militärs stellten sich gegen die Republik. An ihrer Spitze einer der bekanntesten Generäle, Francisco Franco, der bei den Kolonialtruppen in Spanisch-Marokko stationiert war. Von dort aus wurde am 18. Juli 6 Uhr morgens das Signal zum Aufstand gegeben mit dem Rundfunksignal „Über ganz Spanien wolkenloser Himmel“.
Die Zentralregierung erkannte die bedrohliche Lage zu spät. Man rief dazu auf, dem gewohnten Alltag nachzugehen. Dennoch kam es zu Widerstandsaktionen gegen den Putsch von Teilen des Miltärs und Arbeitermilizen; in vielen Städten wurden die Kasernen belagert. So scheitere der Putsch in Madrid, Valencia und Barcelona sowie auf der Insel La Palma. Putschisten erhielten sofort fianzielle und logitische Unterstzung aus Hitlerdeutschland und Mussolini-Italien.
Die Gegner der Faschisten blieben in der schlechteren Position; Frankreich, England und die USA beschlossen eine „Nichteinmisches-Blockade“. Nur Mexiko und die Sowjetunion unterstützten die Kämpfenden, die UdSSR ab Herbst 1936 mit Waffen.
Demokraten, Sozialisten und Kommunisten in allen Ländern waren ergriffen von der Dramatik, die sich auf der Iberischen Halbinsel anspielte; sie erkannten die Gefahr, die der demokratischen Republik drohte. Dem Ruf, in der Stunde der Not zur Hilfe zu kommen, folgten Tausende aus vielen Ländern. Als antifaschistische Freiwillige bildeten sie Internationalen Brigaden. An ihren heldenhaften Kampf erinnern wir uns. Diese Erinnerung ist ein wichtiges Stück unserer demokratischen, sozialistischen und kommunistischen Tradition. In unseren Liedern zum Beispiel haben sie einen festen Platz.
Wir in Solingen denken an „unsere“ Spanienkämpfer, zuerst genannt der Genosse Ernst Buschmann, dann Theo Deis, Julius Kaupe und Felix Meschkuleit. Elf Solinger gingen nach Spanien, vier von ihnen kamen bei den Kämpfen ums Leben. (Die Namen haben wir vom Max-Leven-Zentrum).
