Abschied von Jörg

In Trauer nehmen wir Abschied von unserem Freund und Genossen Jörg Becker. Jörg stand für konsequenten Antifaschismus, aktive Gewerkschaften, für Einbringen von Ideen, beharrliches Dranbleiben an schon mal Entwickeltem, immer gut für Außergewöhnliches – Jörg war ein Querdenker im besten Sinn. Das prägte auch seine Arbeit als Wissenschaftler, sein Wirken als Professor sowie sein umfangreiches publizistisches Schaffen. Kurz vor seinem Tod konnte sein Buch über den kommunistischen Kundschafter Dr. Richard Sorge, der in Solingen wohnte und wirkte, erscheinen, Genosse Sorge hatte von Japan aus die sowjetische Führung über Kriegsabsichten des japanischen Faschismus infomiert – und bezahlte das mit seinem Leben.

Wer Solinger Kommunalpolitik erlebte, die Gewerkschaftsszene ebenso, der traf auf Jörg. Als Fraktionsvorsitzender der Partei DIE LINKE im Rat und als deren Versitzender des Kulturausschusses brachte er viele Impulse ein. In seiner Zeit im Bündnis „Solingen gehört uns“ gelang der Rückkauf der Stadtwerke Solingen, die seinerzeit an die Mannheimer Verkehrsbetriebe gegeben wurden.

Unsere Partei, die Genossinnen und Genossen der DKP, erfuhren seine Wertschätzung. Wir haben uns gegenseitig vertraut. Wir waren schockiert, als wir von seinem Tod erfuhren. Welch ein Drama, welch ein Verlust.

Unser Mitgefühl gilt Uli, seine Frau und Mitstreiterin, an Jonas, den wir gut kennen, mit seiner Familie, an alle Trauernde.

Die Genossinnen und Genossen der DKP Solingen

Das Solinger Tageblatt würdigte den Verstorbenen mit einem ausführlichen Text. Wir entnehmen der Ausgabe vom 3.9.26 diesen Ausriss.