25.Februar 1941: 40.000 Menschen demonstrierten durch die Amsterdamer Innenstadt. Es war Generalstreik, zum dem die Kommunistische Partei aufgerufen hatte. Befolgt wurde der Streik vor allem im Hafen; viele Geschäfte aber blieben geschlossen. In erster Linie stellten sich die Menschen gegen den Terror der deutschen Besatzer und die anhaltende Verfolgung und Deportation jüdischer Mitmenschen. Damit wehrten sich zum ersten Mal im besetzten Europa so viele und entschlossene Menschen gegen Naziterror. Die Hitlerbesatzung war völlig überrascht – und reagierten mit sofort verstärktem Terror. Es wurde wahllos auf Streikende geschossen. 9 Menschen kamen ums Leben. 24 wurden verwundet. Eine Verhaftungs- und Entassungswelle setzte ein. 18 Arbeiter wurden als „Rädelsführer“ hingerichtet. Viele andere mussten ins Gefängnis oder wurden sofort deportiert.
In der Amsterdamer Innenstadt erinnert das Denkmal des Hafenarbeiters und eine große Gedenktafel an den Generalstreik vor nunmehr 85 Jahren. Ein wahlich heroischer Akt des antifaschistischen Widerstands.
28. Februar 1986. Heute vor 40 Jahren wurde der populäre Schwedische Ministerpräsident Olof Palme beim Heimweg von einem Kinobesuch auf offener Straße erschossen. Wie kein anderer prägte der das Bild einer engagierten Außenpolitik, die für europäischen Frieden und Entspannung eintrat. Er selbst trat entschlossenen gegen den US-Krieg in Vietnam ein, engagierte sich als UN-Vermittler im Krieg Iran-Irak und beförderte weitere Abrüstungsinitiativen. Er galt internationional als Stimme der Abrüstung und Entspannung und kümmerte sich um die Belange des Globalen Südens. Sein oder seine Mörder wurden nie ermittelt; verschiedene Verdächtige wurde als Täter präsentiert, jedoch nie Beweise vorgelegt. Stimmen halten es für wahrscheinlicher, dass der schwedische und andere Geheimdienste im Bunde mit der Rüstungsindustrie hinter der Ermordung diese auch von uns sehr geschätzten Politikers stecken.








